Chorkonzert der Bezirksgruppe Lübbecke

„Liebe und Lieder überwinden Grenzen“

Die gastgebenden Diel(S)inger(s) überzeugten beim Chorkonzert der Bezirksgruppe Lübbecke /Hille mit moderner Musik.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. Stimmungsvoll startete das Chorkonzert der Bezirksgruppe Lübbecke/Hille am Sonntagnachmittag in der rappelvollen Wehdemer Begegnungsstätte. Eingeladen hatten die Diel(S)inger(s). Sie eröffneten den musikalischen Reigen mit „Something stupid“ und machten Lust auf einen abwechslungsreiches Konzert der sieben mitwirkenden Chöre.

Weit war der musikalische Bogen gespannt. Enttäuscht wurde keiner – vielseitiger konnte ein Chorkonzert kaum sein. Der Liederreigen reichte von fetzigem Pop über Schlager bis hin zu volkstümlichen Melodien. Auch Gospels hatten die Sänger im Gepäck.

Eines hatten alle Chöre gemeinsam: Sie servierten dem Publikum glanzvolle Auftritte und überzeugten durch hohes musikalisches Niveau. Auch anspruchsvolle Arrangements meisterten die Sänger mit Bravour. Durch das Programm führte gleichermaßen gekonnt und charmant Rilana Windmöller.

Harmut Kämper (v. l.) überreichte Urkunden und Nadeln an die verdienten Mitglieder Gerhard Graue, Friedhelm Grube und Dieter Erber. - Fotos: Mühlke

Katrin Gerke, Vorsitzende des ausrichtenden Chores der Diel(S)inger(s), freute sich über vollbesetzte Stuhlreihen in der Begegnungsstätte, die die Gemeinde für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. „Seit langer Zeit ist es wieder einmal ein Chor aus Dielingen, der dieses Chorkonzert der Bezirksgruppe ausrichtet“, so Gerke. Sie und ihre Sangesbrüder und -schwestern der Diel(S)inger(s), unter musikalischer Leitung von Sabrina Stutzky, würden stets das Liedgut erneuern.

Über Neuzugänge in den einzelnen Stimmlagen könnte sich Chor ständig freuen, lediglich Männer für den Tenor und Bass seien rar gesät. Geschickt nutzte Gerke die Gelegenheit für einen Aufruf in eigener Sache: „Jeder der Spaß an moderner Chormusik hat, ist bei uns herzlich willkommen!“

Das Thema „Liebe“ hatten sich die Diel(S)inger(s) als Motto für das Konzert ausgesucht. Sowieso würden viele Emotionen durch Musik zum Ausdruck gebracht, stellte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat heraus. Er habe sich auf diesen Termin richtig gefreut, schließlich habe er selbst 24 Jahre lang als Chorleiter Sänger zu Höchstleistungen angespornt und musste das liebgewonnene musikalische Hobby vor einigen Jahren berufsbedingt aufgeben. „Liebe und Lieder überwinden manche Grenze und haben großen Einfluss auf das menschliche Gemüt“, so der Verwaltungschef.

Singen sei ein preiswertes und sehr gesundes Hobby, klärte der Vorsitzende des Chorverbandes NRW, Hartmut Kämper, auf. „Chorsingen ist immer schön und macht Spaß“, so Kämper, der die Leverner Singgemeinschaft stimmlich an diesem Nachmittag unterstützte. „Ich leb einen Traum“ und „Melodien zum Verlieben“ hatten die Choristen aus dem Stiftsort mitgebracht und ernteten viel Applaus.

Ganz aus dem Häuschen waren die Zuhörer beim „Funiculi-Funicula“ der Männergesangvereine „Liedertafel Rahden“ und den Haldemer Sängern. Der fidele Schlager aus den 60er-Jahren sorgte für taktangebende, klatschende Hände. Zuvor hatte „Die Rose“ ihren Effekt ebenfalls nicht verfehlt und den Zuhörern wohlige Schauer über den Rücken gejagt.

Grube und Graue seit 65 Jahren Mitglieder

Aus den Reihen der Haldemer Sänger sprach Hartmut Kämper einige Ehrungen aus. Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Bezirksgruppe erhielt Dieter Erber die silberne Verdienstnadel. Friedhelm Grube und Gerhard Graue sind seit fast 65 Jahren dabei. Für sie hielt Kämper neben goldener Nadel auch Urkunde und Medaille bereit.

Mit Evergreens unterhielten die Sänger der Chorgemeinschaft Hille/Warmsen. „Küsse von dir“ und „Aber dich gibt´s nur einmal für mich“ kamen gut an beim Publikum. Die Singgemeinde Lashorst hatte sich kurzerhand umentschieden und statt des vorgesehenen Beitrags „Die Männer sind alle Verbrecher“ lieber „Ich bete an die Macht der Liebe“ sowie „Du passt so gut zu mir“ vorgetragen.

„Auf ihr Brüder, lasst uns singen“ – traditionelles Volksliedgut übermittelte der Männergesangverein „Sangeslust“ aus Tonnenheide. Mit „Kum ba yah my Lord“ schickten die, trotz ihres hohen Alters, stimmgewaltigen Herren die Zuhörer in die Pause. Kontrastprogramm zum althergebrachten Liedgut lieferten die Dielinger Gastgeber nach der Unterbrechung. Mit Pophits, wie „True colors“ oder „Sealed with a Kiss“ oder eingangs „Jar of Hearts“ und „Applaus, Applaus“ weckten sie Emotionen und ernteten begeisterten Beifall.

In einen singenden Zuschauerraum wandelte die Chorgemeinschaft Isenstedt/Frotheim das Auditorium mit einem beherzten „Ein Stern, der deinen Namen trägt“. Da hätte wohl auch DJ Ötzi seine Freude gehabt. Zuvor sangen sie „Schön war die Zeit“ – ebenfalls sehr gut arrangiert.

Ein schmachtendes „Küss mich, halt mich, lieb mich“ hielten zum Abschluss noch einmal die Diel(S)inger(s) bereit, um ein begeistertes Publikum mit „Dir gehört mein Herz“ nach einem Feuerwerk der Chormusik nach Hause zu schicken.

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