Lichtkünstler Oliver Roth zeigt Illuminationen und besondere Effekte bei Rila

Park im Farbenrausch

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Vor der kleinen Kapelle genießen (v.l.) Ursula Richter, Ewald Kreienbrock, Oliver Roth und Helmut Richter die Sicht auf das illuminierte Anwesen von Rila in Levern. Noch bis Donnerstag können Gäste das „Farbenspiel“ erleben.

Levern - Eine „planerische Höchstleistung“ hat Oliver Roth seiner eigenen Aussage zufolge in den vergangenen Tagen vollbracht. Er hat 400 Kilometer Kabel verlegt und mehr als 250 verschiedene Scheinwerfer in der Parklandschaft von Rila in Levern aufgestellt, damit Besucher ein wahres „Farbenspiel“ erleben.

So heißt die Installation, die der Mindener Lichtkünstler seit Freitagabend auf dem Anwesen von Rila-Geschäftsführer Helmut Richter präsentiert. „Es ist das aufwendigste Projekt, das ich bislang gemacht habe“, erklärte Roth am Vorabend der Premiere, als er noch die letzten Lampen ausrichtete. Sieben Tage lang werden Pflanzen, Bäche, Wiesen und Gebäude auf dem fast zwei Hektar großen Areal in ein mystisches Licht getaucht.

Roth hat sich für einen Rundlauf durch seine Ausstellung entschieden. „Manche Dinge wirken aus einer neuen Perspektive auf dem Rückweg völlig anders“, erklärt der Lichtkünstler, der Schatten für Effekte einsetzt und auch eigene Skulpturen aufgestellt hat.

Am Wochenende wird Roth mit seinem Team seine Kunst erklären und den Besuchern die Möglichkeit geben, selbst kreativ zu werden. In einem Pavillon im hinteren Bereich des afrikanischen Gartens entstehen noch während der Ausstellung weitere Farbenspiele, die im Bild festgehalten werden sollen, so Roth.

Für das „Farbenspiel“ hat Roth viel Technik aufgefahren: Speziallampen, LED, Flut- und Schwarzlicht sowie bewegliche Lichter und Beamer für Projektionen – so schwimmen in der Grotte im griechischen Garten für die Ausstellung Fische an den Mauern entlang.

Nicht nur die Freiluftausstellung ist eine Premiere bei dem Leverner Unternehmen. Erstmalig werden bei Rila die Anlagen hinter dem afrikanischen Garten geöffnet. Los geht der Rundgang, den Roth geschaffen hat, am Hauptgebäude. Durch den japanischen Garten erreichen die Gäste dann die Themengärten zu Italien und Griechenland, den Abenteuerspielplatz, Afrika, den Hochzeitsgarten und nun also auch die sich anschließende Parkanlage.

„Die Gärten sind an sich schon etwas Besonderes. Mit der Lichtshow erhalten sie noch einen zusätzlichen Reiz“, lädt Richter ein, das „Farbenspiel“ selbst zu erleben. Denn „beschreiben lässt es sich nicht“, findet Ewald Kreienbrock. Stemwedes stellvertretender Bürgermeister unterstreicht zudem die Bedeutung des Unternehmens für die Gemeinde: „Wir sind stolz, denn durch Rila werden viele Besucher aus ganz Deutschland und auch darüber hinaus auf uns aufmerksam“, sagt Kreienbrock, unter anderem mit Blick auf den Wohnmobilstellplatz.

Als nächstes Projekt möchte Helmut Richter einen weiteren Themengarten anlegen – diesmal steht Chile im Fokus. „Die Planungen sind abgeschlossen, ab dem Frühjahr soll ein originalgetreu nachgebautes Indio-Dorf mit zugehöriger Kapelle entstehen.“

„Wir möchten mit dieser Entdeckungsreise durch unseren Garten Lust auf den Frühling machen“, erklärt Helmut Richter zum Hintergrund der Ausstellung Roths. Er sei selbst über die hohe Anzahl der Anfragen überrascht gewesen und habe sich daher für die Verlängerung entschieden, so Richter. Ursprünglich war die Ausstellung nur über das Wochenende vorgesehen. Auch wenn das Büfett ausverkauft ist, so Richter, gibt es in der Sommerküche noch Kleinigkeiten für jedermann. Außerdem hat die Taverne geöffnet, wo sich Jung und Alt nach dem Rundgang bei einem Getränk aufwärmen können.

Oliver Roths „Farbenspiel“ in den Gärten an der Straße „Hinterm Teich“ in Levern ist noch bis Donnerstag, 25. Februar, jeweils ab 17.30 Uhr zu erleben. Der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder ab sechs Jahren.

abo

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