In der Niederheide gibt es Infos zu Weißsstörchen und Blick auf das Storchennest

In Levern kündigt sich Nachwuchs an

Dieter Pape hat an der Straße Niederheide in Levern der Storchentafel einen festen Rahmen gegeben und mit dem kleinen Storch auf dem Dach verziert. Derzeit nisten die Störche in dem Nest im Süden des Stiftsorts (links im Hintergrund). - Foto: Bokelmann

Levern - Seit 2013 ist das Storchennest an der Straße Niederheide in Levern besetzt. „Nach 30 Jahren kamen vor drei Jahren endlich wieder Störche hierher und besetzen seitdem den Horst“, freut sich Familie Pape, die das Nest direkt vor ihrer Haustür und somit einen wachsamen Blick auf die Vögel hat.

Ab circa 1920 gab es in Levern Storchennester – auf den Höfen Dieckhoff, Klostermann und Stegmann. Über ein Vierteljahrhundert besetzten die Storche letztere Nisthilfe, bevor die storchenlose Zeit anbrach. Diese Infos können Interessierte der Tafel entnehmen, die seit Kurzem an der Niederheide steht. Das Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche“ des Kreises um Dr. Dr. Alfons Rolf Bense hat insgesamt 24 solcher Tafel im Mühlenkreis verteilt – gilt der Kreis doch als Weißstorch-Region. Laut aktuellen Infos sind derzeit zwischen 50 und 60 Horste von Storchenpaaren besetzt.

Unter anderem die Nisthilfe in Levern, wo Erwin Pape genau Protokoll führt, wann die Störche das Nest anfliegen – im Februar statteten die Tiere dem Horst den ersten Besuch ab. Später gab es noch einen Wechsel, denn laut Pape war es erst ein unberingtes Tier. Seit Ende März fliegt ein Paar das Nest an. „Jetzt brüten die Störche seit Mitte April“, so Erwin Pape. Seinen Erfahrungen nach ist dann im Mai mit dem Nachwuchs zu rechnen. Momentan drehen die Störche das Ei stündlich um, damit alle Seiten gleichzeitig gewärmt werden, so Sohn Dieter Pape, der den Horst vor seinem Elternhaus mit betreut. „Bis zum Schluss bleibt es eine Überraschung, wie viel Nachwuchs es gibt“, so der Leverner, der für die Tafel des Aktionskomitees einen ansprechenden Holzrahmen gebaut hat.

Lange mussten die Akteure in Levern nach der Errichtung des Horstes warten, bis sich Erfolg einstellte: Denn der Heimatverein hatte bereits 2002 eine Initiative gestartet und mit dem Nabu und dem regionalen Energieversorger den Pfahl errichtet, auf dem seit drei Jahren wieder gebrütet wird. Seitdem werden die Windräder in Pr. Oldendorf tagsüber angehalten, damit die Störche nicht gestört werden. Die Leverner Störche wurden bereit in Frankreich und Tansania entdeckt. Außerdem haben Jungtiere im benachbarten Hunteburg gebrütet.

abo

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