Positive Prognosen für die Grundschule

Levern braucht keine Angst um seine Zukunft zu haben

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Die Kolthoffsche Hofmahlmühle und das Ensemble gelten als eines der Wahrzeichen von Levern. Beim Ortsteilgespräch diskutierte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat über diverse Themen, die die Bewohner des Stiftsorts bewegen.

Levern - Mit solch einem großen Zuspruch hatten die Organisatoren des Ortsteilgesprächs in Levern offenbar nicht gerechnet: Mehr als 50 Interessierte waren am Dienstagabend der Einladung von Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat gefolgt und fanden sich auf dem Mühlengelände ein, um Antworten zu ortsrelevanten Themen zu erhalten.

Nachdem alle im Besprechungsraum der Altmaschinenfreunde und dem angrenzenden Flur eng zusammengerückt waren, beschäftigte sich Abruszat mit Levern und ging dabei auf die Schulsituation als wichtigen Standortfaktor für eines der Zentren Stemwedes ein.

„Der ländliche Raum stirbt nicht aus“, hatte Abruszat zu Beginn des Abends eine gute Nachricht. Er untermauerte seine Aussage mit Zahlen und Fakten für Levern: So waren im Dezember 2015 insgesamt 2 152 Einwohner im Stiftsort gemeldet – die Flüchtlinge nicht eingerechnet. „Das ist ein erfreulicher Wert“, befand Abruszat, der auch die Zukunft erstmal gesichert sieht: „Im ersten Halbjahr ging es gut weiter. Die Geburtenzahlen liegen bislang über dem Vorjahresniveau“, so der Bürgermeister. „Der Standort Levern wird gut angenommen, aber wir müssen dessen Attraktivität auch behalten“, machte Abruszat deutlich.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang sei die Sicherung der Grundschulstandorte, führte Abruszat aus. „Die Eltern brauchen Klarheit und Verlässlichkeit“, lautet sein Credo. In diesem Sinne versprach er, dass bis zum Jahr 2020 keine Diskussion über die drei Grundschulstandorte in Stemwede beginnen werde. „Danach muss das Bürgermeistermandat entscheiden“, sagte er mit Blick auf seine Amtszeit. Für Abruszat ist eine zentrale Grundschule in der Flächengemeinde keine Option: „Das passt nicht zum Charakter unserer Gemeinde.“

Bildungs-Standort gesichert

Dem Bildungs-Standort Levern attestierte er eine gute Zukunft. Immerhin hätten mehr Eltern ihre Kinder an der Grundschule angemeldet als zuvor und es gebe weniger Abwanderungen. Mit dem neuen Schuljahr starten nach derzeitigem Stand 28 Kinder ins Schulleben. Aktuell werden in der Leverner Grundschule 118 Schüler in sechs Klassen unterrichtet.

Nebenbei verwies Abruszat auch auf den örtlichen Kindergarten. In der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt unter der Leitung von Christian Herrmann werden momentan 68 Kinder betreut. „Die Mitarbeiter dort bieten ein gutes und verlässliches Betreuungsangebot“, lobte Kai Abruszat das Team der Kita.

Auf Wunsch der Teilnehmer des inzwischen siebten Ortsteilgesprächs nahm Kai Abruszat auch zur Situation der weiterführenden Schulen Stellung. „Die Schullandschaft in ganz NRW ist in Bewegung“, leitete er das Thema ein. Die Strukturdiskussion um die weiterführende Schule in Wehdem – zunächst als Verbundschule geführt, nun als Sekundarschule und die Pläne für eine private Gesamtschule – zeigt Abruszat zufolge, dass für die Stemweder-Berg-Schule „nicht genügend Planungssicherheit besteht“.

Mindestens 60 Schüler

Pro Jahrgang ist laut Landesvorgaben eine Mindestzahl von 60 Schülern erforderlich. Daran werde sich in den kommenden Jahren nichts ändern, mutmaßte Abruszat. „Die bisherige Schulform könnte so irgendwann nicht mehr gesichert sein“, erklärte der Verwaltungschef die Bemühungen der Ratsmitglieder um die Standortsicherung seit dem vergangenen Jahr. „Eine weiterführende Schule ist ein sicherer Ansprechpartner für die Unternehmer auf der Suche nach Auszubildenden“, machte Abruszat die Reichweite deutlich.

Er begrüße daher die Initiative „aus der Mitte der Bürgerschaft“, einen Verein zu gründen, damit das Thema Bildung im Gespräch bleibe. „Als Bürgermeister werde ich dabei eine zurückhaltende Rolle einnehmen. Ich bin aber jederzeit zum Dialog bereit“, erklärte Abruszat, der versprach, dass man an der „Herausforderung dran bleiben“ werde. 

abo

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