Lebenshilfe Lübbecke ernennt Wilhelm Dullweber zum Ehrenmitglied

i.R. heißt „in Reichweite“

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Für die Lebenshilfe immer in Reichweite: Pfarrer i.R. Wilhelm Dullweber (r.) wurde von der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Horst Bohlmann würdigte die Verdienste.

Lübbecke/Levern - Wilhelm Dullweber ist ein Mann der ersten Stunde: Schon seit 1963, dem ersten Jahr nach der Gründung der Lebenshilfe Lübbecke, setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein, um in der Öffentlichkeit und bei den Institutionen Verständnis und Akzeptanz für diese Menschen zu schaffen. Für seine außerordentlichen Verdienste hat ihm die Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Lübbecke kürzlich die Ehrenmitgliedschaft verliehen, berichtet die Lebenshilfe nun in einer Pressemitteilung.

„Sein Status Pfarrer i.R. hatte für uns immer die Bedeutung Pfarrer in Reichweite“, sprach der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Lübbecke, Horst Bohlmann, Wilhelm Dullweber zu Beginn seiner Rede humorvoll an, ehe er einige wichtige Aspekte von Dullwebers Einsatz für Menschen mit Behinderungen herausstellte. „In den Gründerjahren hat sich Wilhelm Dullweber unermüdlich eingesetzt, um Verständnis und Akzeptanz für Menschen mit Behinderung zu schaffen“, erinnerte Bohlmann. Aus heutiger Sicht könne man das gar nicht hoch genug einschätzen, erläuterte er. Die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen seien in den Gründungsjahren sehr schwierig und Inklusion noch kein Begriff gewesen. „Bei seinem Engagement war sicherlich seine Funktion als Pfarrer, aber ganz bestimmt seine einnehmende Art, auf Menschen zuzugehen und sie für seine Anliegen zu gewinnen, sehr hilfreich“, so Bohlmann.

Dullweber habe sich außerdem stets dafür eingesetzt, dass Menschen mit Behinderung konfirmiert würden. Viele Jahrzehnte habe er die Betroffenen in den Kirchen begleitet und dabei viele Gemeinden einbezogen. „Aus heutiger Sicht würden wir das gelebte Inklusion und Teilhabe nennen“, stellte Bohlmann heraus. Dullweber habe großen Anteil an der Entwicklung der Lebenshilfe und viel zu ihrem Ansehen in der Region beigetragen.

Dullweber erinnerte anschließend an die Anfänge der Lebenshilfe, die verschiedenen Standorte, sein Werben um Unterstützung durch die Frauenhilfe und erwähnte auch die Widerstände, gegen die es anzukämpfen gegolten habe. Er stellte aber auch die schönen Erlebnisse heraus, die das Engagement begleiteten und erinnerte mit Freude an die Werkstattkapelle, die ihm mit einem Ständchen zu seinem 80. Geburtstag überrascht habe.

„Ich danke für die Ehre, die mir zuteil wird und bleibe der Lebenshilfe treu“, bedankte sich Dullweber für die Auszeichnung.

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