Landwirte stellen ihr Wegekonzept vor

Wirtschaftswege: 335 Kilometer erforderlich

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - Bei der Ausrichtung des Wegenetzes im Außenbereich der Gemeinde Stemwede auf die Zukunft, mit der sich Verwaltung und Politik seit geraumer Zeit beschäftigen, sind viele Interessen unter einen Hut zu bringen – unter anderem die der Landwirtschaft. Welche Wege aus ihrer Sicht erhalten werden müssen, damit alle Feldblöcke langfristig erreichbar bleiben, hat die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Ortsverbänden herausgearbeitet (wir berichteten). Vorgehensweise und Ergebnis erläuterte Dietmar Hupe von der Landwirtschaftskammer in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses in der Leverner Festhalle.

Aus Sicht der Landwirte sind etwa 335 Kilometer an Wirtschaftswegen erforderlich, damit alle landwirtschaftlichen Betriebe (Felder und Stallungen) qualifiziert erschlossen werden. Zur Ausbauqualität der Wege trifft das Konzept keine Aussage, da diese auch von der Nutzung der Wege durch andere Verkehrsteilnehmer abhängt. Die Landwirte stellen keine besonderen Ansprüche und würden sich auch mit einer Schotterdecke zufrieden geben.

Dietmar Hupe lobte während der Sitzung die Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbänden. Es sei der feste Wille zu spüren gewesen, ein Konzept zu erarbeiten, dass den Bedürfnissen aller – nicht nur der Landwirte – gerecht wird. Nach Vorstellung eines ersten Konzepts hatten die Landwirte laut Hupe rund 200 Änderungswünsche, die allerdings nicht alle übernommen worden seien. Die betroffenen Landwirte hätten das akzeptiert.

Auch die einzelnen Flurstücke seien nach diesem Konzept in Zukunft erreichbar, versicherte Hupe auf Nachfrage von Monika Lösche (CDU). Sie hatte darauf verwiesen, dass die Flurstücke in einem Feldblock zum Teil unterschiedlichen Besitzern gehörten, sie darum also einzeln erreichbar sein müssten. In dem Konzept werde lediglich empfohlen, in die bestehenden Zuwegungen zum Teil kein Geld mehr zu investieren. Sie sollen – wenn auch nur in schlechter Qualität – erhalten bleiben.

Joachim Schmedt, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Gemeindeverbandes Stemwede, regte während einer Sitzungsunterbrechung an, über raumordnerische Maßnahmen nachzudenken und einzelne Flurstücke so zu verlegen, dass das Wegenetz noch weiter ausgedünnt werden kann. Der Reininger erwartet noch hitzige Diskussionen zum Thema Wegenetz. Manch einer werde fragen, warum sein Grundstück keine vernünftige Straßenanbindung bekomme.

Offiziell soll das Wegenetzkonzept der Landwirtschaftskammer am Mittwoch, 10. Juni, allen Landwirten vorgestellt werden. Die AG Straßen wird das Konzept in ihre Arbeit einfließen lassen, in der auch die Anforderungen anderer Beteiligter ans Netz berücksichtigt werden.

mer

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