Nach Explorationsbohrungen in Oppenwehe laufen nun Rückbau und Rekultivierung

Landschaft wird in ursprünglichen Zustand versetzt

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Zwar umgibt noch ein Zaun das Bohrloch Oppenwehe 1, aber von den Bergbau-Arbeiten ist kaum noch etwas zu erkennen. Rund drei Monate sollen der Rückbau und die Arbeiten zur Rekultivierung in Anspruch nehmen. 

Oppenwehe - Acht Jahre hat es gedauert – jetzt kann wohl endlich Gras über die Sache wachsen: Das Bohrloch Oppenwehe 1 der Exxon-Mobil soll schon bald der Vergangenheit angehören, vom Weiten ist bereits jetzt kaum noch etwas von der dort vermuteten Lagerstätte von Erdgas zu sehen.

Wie auf Nachfrage dieser Zeitung mitgeteilt wurde, wird das ehemalige Bohrloch nun vollständig zurückgebaut und die Fläche wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht, damit die heimischen Landwirte sie wieder nutzen können.

Der Mineralölkonzern Exxon-Mobil hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat am Bohrloch der Erdgasbohrung Oppenwehe 1 mit der Vorbereitung und ersten Arbeitsschritten zum „Rückbau der befestigten Flächen und Rekultivierung zur ursprünglichen Nutzung“ begonnen.

Kritik aus der Bevölkerung

Die Bohrung Oppenwehe 1 hatte Exxon-Mobil im Jahr 2008 im Rahmen der Erkundung von Erdgasvorkommen in Schiefergaslagerstätten vorgenommen, erinnert der Konzern in seiner Mitteilung. Zur Gewinnung zusätzlicher Daten hatte es im November 2010 in der Bohrung einen Drucktest gegeben, für den mehrere Tausend Liter Diesel in das Bohrloch gekippt worden waren. Die Ergebnisse der Auswertungen der Bohrung zeigten dabei kein ausreichendes Potential für eine Weiterverfolgung an dieser Lokation, so Exxon. Ein anderes Resultat aus dieser Aktion war diverse Kritik aus der Bevölkerung und der Politik am Vorgehen des Mineralölkonzerns – der Vorwurf: mangelnde Transparenz.

Mitte Februar des Jahres 2013 hatte Exxon-Mobil schließlich den Austausch der Bohrlochflüssigkeit planmäßig abgeschlossen. Von den insgesamt eingebrachten 26 000 Litern Diesel wurden von den Experten etwa 23 400 Liter planmäßig wieder auszirkuliert, so der Fachbegriff für die Rückholung.

Die Bergbau-Experten ließen die restlichen Diesel-Vorkommen im Bohrloch zurück, da davon keine Gefahr für das Grundwasser oder die Umwelt ausgehe. Seit der Rückholung hatten die Exxon-Mitarbeiter am Rande des Oppenweher Moors regelmäßige Befahrung der Bohrung zur Kontrolle und Pflege des Bohrplatzes vorgenommen, um Ordnung und Sauberkeit auf dem Bohrplatz zu gewährleisten. Ferner mussten die Drücke in der Produktionsrohrtour überprüft werden, die Anlagen gewartet und die Vegetation auf dem Bohrplatz gepflegt werden.

Bereits Anfang diesen Jahres wurden die Verfüllungsarbeiten abgeschlossen, informiert der Konzern. Verfüllung sowie Rückbau und Rekultivierung erfolgen laut Exxon-Mobil auf Basis eines von der zuständigen Bergbehörde zugelassenen Abschlußbetriebsplans und wurden ebenso wie die Rückholung der Restmengen von Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg vor Ort begleitet.

Der Zeitraum der nun noch ausstehenden Arbeiten ist witterungsabhängig und beträgt circa drei Monate. Die Verantwortlichen von Exxon-Mobil bitten die im Umfeld wohnenden Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten. 

abo

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