Lahrmann: Warten, bis Entwurf vorliegt

Rettungsdienst: CDU kritisiert Kreis

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Mediengruppe Kreiszeitung

Stemwede - Details des neuen Entwurfs des Rettungsdienstbedarfsplans, für den der Kreis Minden-Lübbecke derzeit von einem externen Unternehmen Daten und Fakten zusammenstellen lässt, sind noch nicht bekannt, doch bei einigen Stemwedern schlagen die Wogen des Protestes bereits hoch, seit bekannt wurde, dass die Rettungswache in Haldem zur Diskussion steht. Beschwichtigen konnte die Kritiker auch nicht die Zusage von Landrat Dr. Ralf Niermann und Kreisdirektorin Cornelia Schöder, dass es auch künftig in Stemwede auf jeden Fall eine Rettungswache geben wird. Nur ob der Rettungswagen weiterhin am Schloss Haldem stehe, sei noch offen.

Der Entwurf soll im Frühjahr vorliegen, mit der Verabschiedung des endgültigen Rettungsdienstbedarfsplans rechnet Schöder zum Ende des Jahres. Sobald der Entwurf fertig ist, sollen auch die betroffenen Kommunen des Kreises am Verfahren beteiligt werden. Das habe ihm der Landrat zugesagt, informierte Bürgermeister Kai Abruszat während der Ratssitzung am Mittwochabend. Er habe gegenüber Niermann klar gemacht, dass sich die notärztliche Versorgung auf Stemweder Gebiet definitiv nicht verschlechtern dürfe. Sich in dieser frühen Phase der Planungen zu positionieren, könne sicher nicht schaden, so Abruszat weiter. Eine Diskussion über Details sei aber erst sinnvoll, wenn der Entwurf vorliege.

CDU-Fraktionschef Andreas Weingärtner hatte zuvor gefordert, dass Abruszat vom Landrat eine Stellungnahme einfordert, in der dieser eine Rettungswache in Stemwede zusichert. „Wir halten auch den Standort in Haldem für richtig“, ergänzte Weingärtner, der bereits einen von Steuergeldern bezahlten Neubau aus dem Boden sprießen sieht, da aus seiner Sicht keine geeigneten Gebäude in Stemwede zur Verfügung stehen.

Paul Lahrmann (SPD) waren diese Gedankengänge viel zu spekulativ. „Warte doch erstmal den Entwurf ab, dann sehen wir, was drin steht“, mahnte er in Richtung Weingärtner mehr Geduld an.

Abwarten ist nach Ansicht von Michael Hemann (CDU) nicht die richtige Strategie. Wenn erstmal ein von Externen erarbeiteter Entwurf vorliege, werde daran nichts mehr geändert, und „denen dahinten in Minden“ sei sowieso egal, was in Stemwede passiere. Hemann erinnerte daran, dass der Haldemer Rettungswagen auch den niedersächsischen Randbereich versorge und nicht zuletzt die Unternehmen ZF und BASF. Hier komme der Haldemer aber nur zum Einsatz, wenn Diepholz nicht könne, hieß es von Seiten der SPD.

Seine bereits im persönlichen Gespräch mit Niermann dargelegte Forderung nach einem flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Rettungsdienst in Stemwede soll Abruszat dem Kreis nach dem Votum des Kreises nun auch schriftlich mitteilen.

mer

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