Von Stemwede bis Osnabrück verfolgt

Ladendieb flüchtet vor Polizei

Stemwede/Osnabrück - Nach einem Ladendiebstahl am Vormittag in Stemwede sollte ein zu dem Zeitpunkt noch Unbekannter gestern gegen 13 Uhr von der westfälischen Polizei angehalten und kontrolliert werden. Der Mann setzte seine Fahrt in einem schwarzen Daimler aber fort, ohne auf die Anhaltezeichen der Beamten zu achten, teilt die Polizei mit. Die Flucht ging über die B 51 in Richtung Osnabrück.

Im Bereich Belm/Widukindland/A33 wurde eine Straßensperre errichtet. Hierzu wurden auf Anordnung der Polizei zwei Lastwagen quer gestellt. Der flüchtige Daimler-Fahrer ignorierte die Sperre, fuhr durch Graben und Böschung und auf Polizeibeamte zu, die sich nur durch einen Sprung an die Seite retten konnten. Dieser Vorfall dürfte durch Fahrgäste eines Stadtwerkes Busses bemerkt worden sein, die gebeten werden, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen.

Der Flüchtige war zweitweise mit 120 Stundenkilometern unterwegs, missachtete rote Ampeln und fuhr teilweise auf der Gegenfahrbahn. Weiter fuhr der Daimler-Fahrer von Belm in die Osnabrücker Innenstadt und passierte mehrere Ampelanlagen bei „Rot“. Kurz vor der Bremer Brücke musste eine Frau zur Seite springen, um nicht von dem Fluchtfahrzeug erfasst zu werden. Diese Frau hatte blonde, zum Pferdeschwanz gebundene Haare, eine orangefarbene Jacke, eine blaue Jeans und sie trug eine Einkaufstasche. Auch diese Zeugin wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Im Bereich der Fußgängerampel Wittekindstraße/ Möserstraße waren Angaben der Polizei zufolge etwa 20 Fußgänger auf der Fahrbahn, um diese zu überqueren. Auch sie wurden von dem schwarzen Daimler-Fahrer gefährdet.

Die Polizei konnte Fahrzeug konnte schließlich stoppen. Die Dienstfahrzeuge wurden dabei beschädigt. Durch die Aktion kam der Fahrzeugverkehr im Kreuzungsbereich Wittekindstraße/ Möserstraße kurzfristig vollständig zum Erliegen.

Der Fahrer wurde gegen 13.26 Uhr festgenommen – laut Polizeibericht randalierte er und war äußerst renitent. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdelikts und bittet um sachdienliche Hinweise unter Telefon 0541/3272115 oder 0541/3273103.

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