Krönender Abschluss: 350 Besucher bei Show-Time im Leverner Festzelt

Zwerchfellerschütternde Lachnummern

+
Der Hamburger Künstler Jens Ohle begeisterte mit seinem Mix aus Akrobatik und Comedy. Dabei war er auf die Unterstützung der Zuschauer, hier Benni (l.) und Uwe, angewiesen.

Levern - Von Heidrun Mühlke. Komplett neu aufgelegt hatten die Leverner die jüngste Auflage der Show-Time zum Herbstmarkt. Nicht nur, dass man den Zeitpunkt als krönenden Marktabschluss gesetzt hatte, das Programm selbst bot rund drei Stunden spaßige Unterhaltung, gespickt mit etlichen Highlights.

Den Auftakt machte am Sonntagabend der Leverner Spielmannszug. Mit drei Stücken gaben sie einen kleinen Einblick in ihr Repertoire und stimmten auf den Abend im Festzelt ein.

Als FDP-Mann werde der neue Bürgermeister einen schweren Stand in Stemwede haben, war sich das Duo „Möller und Meier“, alias Kerstin Speckmeier und Rüdiger Lusmöller, sicher. Er werde irgendwann feststellen: „Wär‘ ich doch in Düsseldorf geblieben“. Aber er hätte ja so etwas Knuddeliges, dieser „Kai, Kai Ab..., Kai Abzu...., ach wie kann man nur solch einen Nachnamen haben, da fehlen doch einige Konsonanten“, so die spitzfindige Blondine.

Lieder, die zu Levern passen, hatte „Meier“ mitgebracht: Da nun das Wassersportzentrum sowie Straßennamen wie „Vorm Teich“ durchaus Berechtigung hätten, fielen ihr Songs ein wie „Haus am See“ oder „Er hat ein knallrotes Gummiboot“. Sogar das Königsschießen habe der Schützenverein absagen müssen, da half es auch nichts, dass später Sommer König wurde.

Viel zu lachen lieferte auch Host Stegemöller als „Kuddel aus Sundern“. Er nahm die heimische Politik und das dörfliche Leben auf die Schippe. Dabei erfuhren die Zuschauer, dass Sundern mit seinen genügsamen Bürgern der schönste Ort von Stemwede sei.

Gut gelaunt moderierten Carsten Meyer und Klaus Jenssen das Spektakel und kündigten ein Highlight der sportlichen Art an: Die Kunstradfahrerinnen Christina Biermann und Nadine Richter, beide unter den Top-Ten ihrer Klasse, brachten ordentlich Schwung ins Festzelt. Sie zeigten turnerisches Können auf ihren Zweirädern.

Spielend leicht gelang es Jens Ohle das etwa 350-köpfige Publikum zu verzücken. Der Hamburger Chaos-Akrobat sorgte mit halsbrecherischer Leiter- und Hochradakrobatik für Staunen. Aber zunächst rannte er durch die Zuschauerreihen und suchte sich Assistenten, die ihm auf der Bühne brennende Fackeln und Schwerter zuwerfen sollten. Mit seiner schonungslosen und urkomischen Art wurde Jens Ohle als einer der absoluten Kracher des Abends gefeiert.

Kleine Verschnaufpausen fürs strapazierte Zwerchfell bot die Gesangseinlage von Westrups Nachwuchs-Talent Anna-Lena Weingärtner. Die 17-Jährige schmetterte rockige Songs und spielte dazu Gitarre. Sanftere Klänge schlug Uwe Müller an. Er hatte sein neues Musical „Das Zauberschloss“ im Gepäck und Leverns Publikum erlebte mit Musical-Star Caro Scholz die Premiere vor der Weltpremiere in Lübbecke. Denn bis dahin müssen sich die Fans noch fast ein Jahr lang gedulden.

Zum ersten Mal war die Show-Time nicht geprägt von Darbietungen regionaler Vereine, doch ganz ohne heimatliche Lachnummern kamen die Macher nicht aus. So schickten sie am Ende Festwirt Ferdinand Jobusch auf die Bühne und legten ihm mittels eines unsichtbaren Sprechers lustige Geschichten in den Mund.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

„Lenna” im Kurpark

„Lenna” im Kurpark

Kommentare