„Kristin Shey Trio“ begeistert mit selbstgeschriebenen Songs und Stimme

Emotionaler Vulkan bricht im Life House aus

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Voller Power, aber auch mit viel Gefühl, rockten Kristin Shey und ihre Musiker das Life House.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. Als hervorragende Sängerin mit schöner tiefgehender Stimme angepriesen, machte Kristin Shey ihrem Namen im Wehdemer Life House alle Ehre. Bereits zum dritten Mal hatte der Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) in Stemwede die vielseitige Musikerin eingeladen. Während sie bei ihren zurückliegenden Auftritten als Solokünstlerin aufgetreten war, hatte sie diesmal zwei Musiker als Unterstützung dabei. Zusammen rockten sie als das „Kristin Shey Trio“ die Bühne.

Der musikalische Cocktail, den Shey servierte, kam bei den Besuchern augenscheinlich gut an. Blues und Soul mit einem guten Schuss Pop begeisterten dabei gleichermaßen wie die Sängerin selbst, die die Zuhörer vom ersten Takt an in ihren Bann gezogen hatte. Mal laut, dann wieder ganz zart und leise, fluteten die Klänge von Gesang, Gitarrenriffs und Schlagzeug die Bühne – mal einfühlsam, dann wieder voller Power.

Ihre größtenteils selbstgeschriebenen Songs sind ein emotionaler Vulkan, dessen feurigem Ausbruch das Publikum sich nicht entziehen konnte. Wo anfangs nur die Finger im Takt der Musik zuckten, loderte bald der ganze Körper in taktischeren Bewegungen.

Ganz große Stimme zeigte Kristin Shey, als sie nach der Pause ohne ihre Musiker die Bühne betrat und unplugged den alten Gospelsong „Whatever God“ zum Besten gab. Nach dieser Gänsehaut-Nummer war der charmanten Künstlerin besonders herzlicher Applaus sicher.

Das Publikum nahm Kristin Shey sowie Elmar Lappe am Schlagzeug und Max Preiß am Bass die Spielfreude bei jedem ihrer Songs nur allzu gerne ab. „Während eines Urlaubs in Marokko traf ich eine alte Frau, die über den Wind aus Afrika klagte. Der Scirocco mache irgendwie alle etwas gagga“, erzählte Shey zu ihrem Song „Scirocco“. Was daraus geworden ist, konnte sich, wie alle anderen Songs, hören lassen.

„Gagga“ fühlte sich nach dem rund zweistündigen Konzert im Life House wohl niemand. Dankbar erhielten Shey und ihre Musiker reichlich Beifall vom Publikum, bevor dieses nach einer Zugabe in die Herbstnacht entlassen wurde.

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