Stemweder-Berg-Schule und Verwaltung investieren in moderne Technologien

Aus der Kreidezeit direkt ins digitale Zeitalter

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Im Serverraum laufen alle Datenkabel zusammen. Die Pläne stellten (v.l.) Uta Gesenhues (Grüne), Wilhelm Riesmeier (SPD), Wolfgang Fricke (FDP), Heike Hachmann, Kai Abruszat, Jürgen Lückermann (FWG), Frank Röhe und Karsten Knigge vor.

Wehdem - „Wir verlassen jetzt die Kreidezeit und starten ins digitale Zeitalter“, umschreibt Bürgermeister Kai Abruszat die jüngsten Investitionen an der Stemweder-Berg-Schule. In der Sekundarschule stellte er gestern mit Schulleiterin Heike Hachmann und Frank Röhe vom gleichnamigen Unternehmen die neuen Medien vor und bedankte sich bei Vertretern des Gemeinderats für die Entscheidung zu der Ausstattung.

„Es ist bei der finanziellen Lage keine Selbstverständlichkeit. Aber da die Investition von allen Fraktionen getragen wird, erkennt man ihren Stellenwert“, so Abruszat. Rund 400.000 Euro hatte die Verwaltung im Haushalt bereitgestellt, um die Stemweder-Berg-Schule auf die neuesten Technologien der Medienwelt umzustellen – allein 130.000 Euro fallen für die Verkabelung an. Denn in der Schule werden insgesamt 10.600 Meter Daten-, 4.300 Meter Stromkabel und 1.500 Meter Kabelkanäle verlegt, führt Schulamtsleiter Jörg Bartel aus. Der Support durch das kommunale Rechenzentrum Lemgo ist in der Investitionssumme enthalten.

„Unsere Schüler sollen die besten Voraussetzungen haben und auch fürs Leben lernen“, unterstrich Abruszat, denn seiner Meinung nach werde Bildung ohne Digitalisierung nicht mehr möglich sein. Im interkommunalen Vergleich sei Stemwede „jetzt ganz weit vorn mit dabei“.

Schulleiterin Hachmann erinnerte an die Anfänge des groß angelegten Projekts, das mit einer Entscheidung des Bildungsausschusses im Jahr 2014 begonnen hatte. Im weiteren Verlauf hatte sich Mathe- und Sportlehrer Karsten Knigge um die Ausstattung Gedanken gemacht und eine Abfrage im Lehrerkollegium vorgenommen. „Nur so können wir eine hohe Akzeptanz für die Technologien erzielen“, erklärte Knigge.

So kam er zu der Erkenntnis, dass Beamer für jeden Klassenraum angebracht seien. „So können wir verschiedene mobile Endgeräte wie Handys und Tablets in den Unterricht einbringen“, sagte Knigge, der federführend mit dafür gesorgt hat, dass die Sekundarschule auf den aktuellen Stand bei den Medien gebracht wird. Denn bislang ist lediglich der Südtrakt mit den Beamern sowie dem neuen W-Lan versorgt. Der Mittel- und Nordtrakt sollen in den kommenden Schulferien angegangen werden. Für die Arbeiten zeichnet das Elektro-Unternehmen Röhe aus Wehdem verantwortlich. „Wir installieren rund 35 Hotspots im Schulgebäude“, nannte Geschäftsführer Frank Röhe nur einen der zahlreichen Maßnahmen.

Bei der Vorstellung der Technik führte Karsten Knigge den Besuchern aus Rat und Verwaltung auch vor, wie Tablets, Beamer und Co. im Unterricht eingesetzt werden. So können im Sportunterricht Videos angefertigt werden, an denen die Jugendlichen ihre Körperhaltung analysieren und gegebenenfalls verbessern können. Zudem ist es auch möglich, Dokumentationen und Protokolle zu digitalisieren, was insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern genutzt werden soll.

„Die Schüler sind sehr motiviert und engagiert bei der Sache“, hat Knigge bereits festgestellt. Über die „Entwicklung des leistungsfähigen Bildungsstandorts“ freute sich Bürgermeister Abruszat besonders und bedankte sich bei den Vertretern der Ratsfraktionen für ihren Entschluss. 

abo

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