Kooperationsvertrag zwischen Stemwede und dem Theater Osnabrück verlängert / Auch Asylbewerber profitieren seit Neuestem

Schüler schnuppern vier weitere Jahre Theaterluft

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Von der Kooperation profitiert sowohl das Theater Osnabrück, hier in Person von Intendant Dr. Ralf Waldschmidt (vorne, 2.v.r.) und Referentin der Geschäftsführung Frauke Damerow (2.v.l.), als auch Stemwede. Bei der Unterzeichnung waren auch Bürgermeister Kai Abruszat (l.), Lars Schulz vom Life House (r.), JFK-Vorstandsmitglieder und Vertreter der Schulen (oben).

Stemwede - Echte Theaterluft schnuppern und Schauspiel live, ohne Bildschirm und Fernbedienung, erleben – das ermöglicht den Stemweder Schülern seit drei Jahren ein Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Theater Osnabrück. In dieser Zeit hat sich gezeigt, dass alle Parteien von der Zusammenarbeit profitieren.

Daher haben Vertreter des Theaters, Rektoren der Stemweder Schulen, Bürgermeister Kai Abruszat und Vertreter des Life-House gestern eine Neuauflage des Vertrags unterzeichnet und ihre Zusammenarbeit für weitere vier Jahre besiegelt. Die Vereinbarung beinhaltet unter anderem, dass Schüler aus Stemwede Stücke des 300 Mitarbeiter umfassenden Theaters sehen können – mal im großen Theatersaal, mal hautnah im Klassenzimmer.

Im Grundschulalter können die Jungen und Mädchen ein Weihnachtsstück in Osnabrück besuchen, später kommen die Schauspieler dann für Gastspiele nach Stemwede. In den Klassen sieben und acht sollen die Schüler ein Schulkonzert in Osnabrück erleben. Im darauf folgenden Schuljahr geht es für sie in eine Vorstellung im „richtigen“ Abendprogramm. Für die Zehnklässler ist ein Theaterstück im Klassenzimmer vorgesehen. So können Kinder im Laufe ihrer Schullaufbahn verschiedene Formen des Theaters kennenlernen.

Es sei wichtig, die Schüler umfassend zu begleiteten, befürwortet Lars Schulz vom Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) Stemwede das Konzept. Der Vertrag ermöglicht ihm zufolge zudem, zu günstigen Konditionen Theaterpädagogik zu buchen und Ferienaktionen mit dem Theater zu veranstalten. Außerdem könnten Asylbewerbern bei manchen Veranstaltungen seit Neuestem freie Plätze angeboten werden.

Dr. Ralf Waldschmidt, Intendant des Theaters Osnabrück, betonte, dass der Brückenschlag zwischen dem Theater und der ländlichen Region wichtig für beide Seiten sei. Durch Kooperationen mit Schulen besuchten jährlich 30000 Schüler das Theater in Osnabrück. Selbst wenn bei nur fünf bis zehn Prozent die Lust am Theater geweckt werde, habe man etwas erreicht. Die Kooperation mit Stemwede ist dem Intendanten zufolge etwas Besonderes, nicht nur aufgrund der Lage Stemwedes in einem anderen Bundesland. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir es geschafft haben, das fortzusetzen.“

Als eine „großartige Sache“ und einen „Glücksfall“ bezeichnet Bürgermeister Kai Abruszat die Vereinbarung. Sie ermögliche, eine bedeutende Bühne nach Stemwede zu holen. Junge Menschen an Kultur und Theater heranzuführen, sei ein wichtiger Bildungsauftrag. Auch die Schulleiter freuten sich über die Fortsetzung der Kooperation. Laut Ansgar Matern, Schulleiter der Oppenweher Grundschule, ist die Zusammenarbeit „Alleinstellungsmerkmal der Kommune“.

Der nächste Beweis, dass die Kooperation nicht nur auf dem Papier besteht, geht schon am Montag, 16. November, im Life House über die Bühne: Das Theater Osnabrück zeigt dort ab 19.30 Uhr das Monodrama „Finnisch“.

ks

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