Kirchengemeinden feiern Weltgebetstag mit Kuba als Schwerpunktland

Gottesdienste setzen Zeichen für Kinder

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Dem Schwerpunktland des Weltgebetstags näherten sich die Frauen in Rahden gestern auch kulinarisch. Beim Kirchenkaffee im Gemeindehaus präsentierte Pfarrerin Gisela Kortenbruck (l.) kubanisches Süßgebäck.

Rahden/Wehdem - In eine lebendige Gebetskette, die sich gestern um 170 Länder über den Globus legte, reihten sich auch die Rahdener und Wehdemer Kirchengemeinden ein. Dort feierten am Nachmittag Frauen den Weltgebetstag und erhoben dabei ihre Stimmen in Gesang und Lesung für die Kinder in Kuba.

Zusammengeführt durch die Gottesdienste unter dem Motto von Jesu Worten „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ widmeten sich die Christinnen Kuba, seinen Problemen und den Wünschen der Kubanerinnen. Die sozialistische Karibikinsel war das Schwerpunktland des Weltgebetstags, der immer am ersten Freitag im März ist.

Im Wehdemer Gemeindehaus wurde dieser in plattdeutscher Sprache gefeiert. „Es wäre ja ein Witz, wenn wir den Text übersetzen und dann nicht auf Plattdeutsch feiern“, sagte Pfarrer i.R. Wilhelm Dullweber, der die Andacht hielt. Denn in jedem Jahr ist eine andere Region der „plattdeutschen Gemeinde“ in Deutschland dafür zuständig, die Liturgie zum jeweilige Weltgebetstag ins Plattdeutsche zu übersetzen. In diesem Jahr kam die Aufgabe den Westfalen zu.

Irmgard Bohne, Karin Klanke, Ilse Wetzig, Liselotte Becker, Ingrid Haevescher und Marlinde Frickenhelm, die gemeinsam mit Dullweber auch die Plattdeutsch-Kurse der Volkshochschule im Heimathaus organisieren, lasen die unterschiedlichen Textpassagen der Liturgie, nachdem Dullweber in seiner Andacht das Leben der Menschen in Kuba beschrieben hatte. Erfreut stellte er fest, dass sich – nicht zum ersten Mal – in einem Land, das Schwerpunkt eines Weltgebetstages ist, etwas zum Positiven entwickelt. Vor zwei Jahren, als Kuba für den diesjährigen Weltgebetstag ausgewählt worden sei, habe noch niemand damit gerechnet, dass sich das Land so öffne wie dieser Tage. „Die dicken Wolken sind noch da, aber es kommt die Sonne raus“, so Dullweber, der überzeugt ist, dass der Weltgebetstag einen kleinen Teil dazu beigetragen hat. Dullweber: „Beten hilft. Das haben die Frauen als erstes erkannt und den Weltgebetstag ins Leben gerufen.“

Der Weltgebetstag sei auch ein Zeichen gelebter Solidarität, stellten die Frauen in der St. Johannis-Kirche in Rahden heraus. Dort hatten Mitglieder aller Pfarrbezirke und beider Konfessionen mit den Pfarrerinnen Wirwe Grau-Wahle, Gisela Kortenbruck und Micaela Strunk-Rohrbeck den Gottesdienst vorbereitet. Musikalische Unterstützung bekamen sie von Kantor Thomas Quellmalz. Ein erstes Zeichen sollte die Kollekte sein. Mit den 258,62 Euro, die dabei gesammelt wurden, werden weltweit Projekte unterstützt, die Frauen und Mädchen stärken.

Während der Andacht fragten sich die Frauen, wem das Himmelreich gehöre und kamen zu dem Schluss: „Jesus ist offen für alle. Aber sind wir es auch?“ Die Rahdener Frauen hielten fest: „Wir wollen Kinder willkommen heißen und mit ihnen träumen, lachen, tanzen und sie lieben ohne Unterschied.“ Das solle für alle Menschen gelten.

Im Anschluss an den Gottesdienst luden Frauen des Pfarrbezirks Rahden-West, aus den Gemeinden Alt-Espelkamp, Varl und Sielhorst, zur Kaffeetafel ein. Dabei reichten sie neben Butter- und Apfelkuchen auch kubanische Spezialitäten. „Eigentlich ist Kuba für pikante Gerichte bekannt, aber wir haben uns auf die Suche nach Süßem gemacht“, erklärte Pfarrerin Kortenbruck. Herausgekommen waren Pralinen aus Klebreis sowie Schokowürfel und Gebäck aus Mohn und Kokos, das den Frauen zur Tasse Kaffee vorzüglich schmeckte.

mer/abo

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