Ferienspiele im Wehdemer Life House

Kinder erobern spielerisch die Welt

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Für die Käseschleuder mussten die Jungs das Holz zurechtsägen. Für (v.l.) Erik, Gero, Timo, Dany und Sönke war das aber kein Problem.

Stemwede - Smartphones, Computerspiele und Fernseher – das sind wohl die liebsten Freizeitbeschäftigungen der Kinder in Deutschland. Doch nicht überall stehen technische Geräte oben auf der Liste, wenn es um Spiele und den Zeitvertreib geht. In dieser Woche erfuhren neun Jungen und Mädchen im Life House in Wehdem, dass man auch mit Steinen und anderen einfachen Materialien Spaß haben kann.

Unter dem Motto „Wir spielen um die Welt“ erlebten die Schüler gemeinsam mit den Betreuerinnen Saskia Döpke und Lena Pröpper verschiedene Abenteuer aus anderen Ländern. Aber auch typisch deutsche Spiele kamen nicht zu kurz. „Am Morgen stellen wir unsere eigene Kultur in den Vordergrund“, so Döpke. Da wurden unter anderem Sorgenpuppen genäht, eine Riesenmurmelbahn aus Installationsrohren gebaut und eine Käseschleuder aus Spanplatten angefertigt.

Gestartet wurde die Weltreise am Montag in Asien. In Nepal gilt das „Tiger-und-Schafe-Spiel“, dort ist es unter dem Namen Bagh-Chal (Tigersprung) bekannt, als Nationalspiel. Ähnlich dem Mühle-Spielbrett zeichneten die Kinder zunächst die Linien auf einen Lederbeutel, anschließend suchten sie das Material für die Spielfiguren zusammen. Am Ende hielten sie nicht nur einen kleinen transportablen Beutel in den Händen, sondern hatten auch ein neues Gesellschaftsspiel kennengelernt. Zudem bastelten die Kinder eine typisch japanische Laterne, eine sogenannte Tanabata.

Am Dienstag lernten die Jungen und Mädchen Amerika näher kennen. „Wir erzählen auch immer etwas zum kulturellen Hintergrund des jeweiligen Landes“, erklärte Saskia Döpke die Tage, die sie gemeinsam mit den Kindern verbrachte. Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten lernten die Kinder dann den Hackysack, ein mit Reis gefülltes Stoffsäckchen, sowie das kanadische Peteka kennen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Sportgerät, das hierzulande unter dem Namen Inidika bekannt ist.

Einen längeren Aufenthalt machten die Ferienspiel-Teilnehmer in Afrika. An zwei Tagen bastelten sie an kleinen Puppen, die als Glücksbringer dienen sollen. Aus Salzteig formten die Kinder ihre individuellen Begleiter und malten sie am Folgetag an.

Erstmals bietet der Verein für Jugend, Freizeit und Kultur (JFK) in Stemwede die Ferienspiele in Kooperation mit den Offenen Ganztagsgrundschulen der Flächengemeinde an. Während die Grundschulen in den ersten drei Ferienwochen komplett geschlossen haben, übernehmen die JFK-Akteure die Kinder, die am Nachmittag betreut werden sollen. „Es klappt gut“, zieht Döpke nach der ersten Woche ein durchaus positives Fazit. „Wir haben jetzt mit einer kleinen Gruppe gestartet. Die Teilnehmerzahl wird in den nächsten Wochen wohl noch steigen“, mutmaßt sie.

Unter anderem stehen im Verlauf der Sommerferien noch die Themen Märchen, Tierwelt und Mittelalter auf dem Programm.

abo

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