Kandidat von CDU, FDP und FWG neuer Stemweder Bürgermeister / Herausforderungen mit allen Bürgern angehen

Kai Abruszat beerbt Gerd Rybak

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Der Sieg im ersten Wahlgang sorgte für strahlende Gesichter bei (v.l.) Andreas Weingärtner (CDU), Kai Abruszat, Jürgen Lückermann (FWG) und Wolfgang Fricke (FDP).

Stemwede - Von Melanie Russ. Ein Liberaler zieht im Oktober in das Stemweder Rathaus ein. Kai Abruszat hat die Bürgermeisterwahl gestern Abend mit absoluter Mehrheit gewonnen. Eine Stichwahl ist darum nicht erforderlich. Der von CDU, FDP und zuletzt auch FWG unterstützte Landtagsabgeordnete vereinigte 56,84 Prozent der Stimmen auf sich. Sein von SPD und Grünen unterstützter Mitbewerber Uwe Wortmann erreichte 31,11 Prozent, Dominic Greger (Die Partei) erhielt 12,04 Prozent.

Dass er in einer von zwei Kommunen des Kreises, in denen mehr als zwei Kandidaten zur Wahl standen, im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, erfülle ihn mit Freude und Demut, sagte Abruszat. Er sieht das Votum als Vertrauensvorschuss, dem es jetzt gerecht zu werden gilt. „Die große Geschlossenheit in CDU und FDP und die vielen Begegnungen mit den Bürgern haben mich sehr motiviert“, blickt er auf den Wahlkampf zurück. Jetzt komme es darauf an, nicht abzuheben. „Wir bleiben auf dem Teppich.“

Die anstehenden Aufgaben möchte er mit größtmöglicher Unterstützung angehen und lädt darum alle Fraktionen im Rat und alle Bürger ein, bei der Entwicklung der Gemeinde mitzuwirken. Abruszat: „Wir brauchen jeden, um die Gemeinde voranzubringen.“

Eine seiner ersten Amtshandlungen, wenn er Ende Oktober ins Rathaus einzieht, hat der designierte Bürgermeister bereits geplant. Der FDP-Politiker wird der Regierungspräsidentin in Detmold einen Besuch abstatten und für die geplante Gesamtschule und eine Rückkehr zur sachlichen Diskussion in dieser Frage werben.

Abruszats Mitbewerber Uwe Wortmann fühlte sich trotz der deutlichen Niederlage zumindest persönlich als Gewinner. Er habe in den vergangenen Monaten Menschen kennengelernt, die sehr aktiv für Stemwede arbeiten. Sein Ergebnis liege in der Größenordnung des SPD-Kandidaten bei der vergangenen Wahl. Das sei beachtlich angesichts der Tatsache, dass er mit einem ganz anderen Konzept angetreten sei. Wortmann musste allerdings eingestehen, dass sein Konzept der Kommunikation mit den Bürgern nicht so „rübergekommen“ ist, wie er sich das erhofft hatte. Unter dem Strich bleibt aber ein positives Erlebnis. „Ich habe viel erreicht. Und wenn mein Ansatz Nachahmer findet, habe ich noch mehr erreicht.“ Kritisch sieht Wortmann die geringe Wahlbeteiligung von 41,99 Prozent in Stemwede. Aus seiner Sicht ebenso wie die zwölf Prozent für den „Rebellen“ Dominic Greger ein Indiz dafür, dass der Frust über die „traditionelle“ Politik in der Gemeinde groß ist.

Auch Greger war mit seinem Ergebnis zufrieden. „Ich bin begeistert. Ich hatte zwar mit einem zweistelligen Ergebnis gerechnet, aber ich freue mich, dass es eingetreten ist“, sagte er gestern. Bedauerlich ist aus seiner Sicht nur, dass es nicht für eine Stichwahl gereicht hat. Der Ausflug in die Politik hat dem Oppenweher so viel Spaß gemacht, dass er sich vorstellen kann, auch bei der nächsten Ratswahl anzutreten. „Es wird nicht das letzte Mal sein, dass man mich bei einer Wahl gesehen hat.“

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