Lampe neuer Vorsitzender der Jungen Union

Junge Menschen für Politik begeistern

Der neue Vorsitzende der Jungen Union Stemwede, Marius Lampe (links), und seine Vorgängerin Anna-Karina Braune hatten Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) zur Jahreshauptversammlung begrüßen können. - Foto: Junge Union

Haldem - Marius Lampe hat ein klares Ziel: Er will wieder mehr junge Menschen für Politik begeistern. „Viele Schüler, Azubis und Studenten fühlen sich im Stich gelassen“, meint der 23-jährige angehende Tischlermeister und Techniker aus Sundern. Lampe wählte die Junge Union (JU) Stemwede nun zu ihrem neuen Vorsitzenden. Er tritt damit die Nachfolge von Anna-Karina Braune an, die auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl stand.

Zufrieden verfolgte die bisherige Vorsitzende die Jahreshauptversammlung im Berggasthof Wilhelmshöhe. „Ich freue mich, engagierte und dynamische JUler gefunden zu haben, die in Zukunft die Spitze der Jungen Union Stemwede vertreten“, erklärte sie laut Mitteilung der JU unmittelbar nach der Wahl. Stellvertreter des einstimmig gewählten Lampe wurde der Leverner Marcus Kasting. Patrick Meier, Daniel Rabe, Florian Röttger und Marcel Rosengarten komplettieren den Vorstand als Beisitzer.

„Wir müssen die Junge Union stärker in den Fokus der Öffentlichkeit bringen – und zwar vor Ort“, meinte Lampe. Er will sich dafür einsetzen, den Status als selbstständige politische Organisation stärker wahrzunehmen und auch geschlossen zu aktuellen politischen Themen in der Gemeinde Stellung zu beziehen. 

Denn: Themen, die für junge Menschen interessant seien und wo man sich einbringen könne, gebe es reichlich. Dazu gehöre es aber, Hintergrundwissen zu erlangen, weiß der Sunderaner, der für die CDU im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus mitwirkt. 

Wichtig sei ihm dabei, dass die Mitglieder das Kommunalpolitische System verstehen und die Zusammenhänge erkennen. „Hier können wir die Rats- und Ausschusssitzungen besuchen und mit den Lokalpolitikern ins Gespräch kommen“, sagte Lampe. Gleichzeitig verwies er auf die Seminarangebote des JU-Landes- und Bundesverbandes.

Einige junge Menschen fänden sich in der politischen Diskussion nicht wieder. „Sie wenden sich daher von der Politik ab, gehen nicht wählen oder laufen Gefahr, sich Populisten anzuschließen.“ Der Vorstand ist sich einig: „Wir lassen dies nicht zu und kämpfen für die Interessen unserer Generation.“

Gratulationen erhielt der frisch gewählte Vorstand unter anderem von Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. Der Liberale ging auf aktuelle kommunalpolitische Themen sowie sein erstes Jahr als Bürgermeister ein. So lobte Abruszat die gute Zusammenarbeit mit der CDU-Fraktion und verwies ferner auf die Ortsteilgespräche. „Es ist großartig, dass sich so viele Bürger aktiv beteiligen und das zeigt mir, dass es genau der richtige Weg war, die Stemweder kennen zu lernen“, so Abruszat.

Die Gemeinde könne sich im kreisweiten Vergleich sehen lassen. Sowohl in diesem Jahr als auch im Jahr 2015 habe es, ohne die Zuwanderung durch Flüchtlinge, mehr Zuzüge als Wegzüge gegeben. Auch die Zahl sozialversicherungspfichtiger Arbeitsverhältnisse liege im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit etwa 6.000 besonders hoch. Kritik äußerte der Freidemokrat an der mangelnden Unterstützung des Landes NRW beim Thema Landesentwicklungsplan. Der LEP könne perspektivisch die Entwicklung des Gewerbes im Außenbereich verhindern.

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