Anregung für künftige Jugendarbeit an einem Standort

Jugendfeuerwehren über Gemeindegrenzen erfolgreich

Bürgermeister Kai Abruszat (l.) überreichte Andre Fischer (r.) die Ehrenurkunde für seine 25-jährige Tätigkeit in der Stemweder Jugendfeuerwehr. Auch Wehrleiter Joachim Lübke gratulierte dem engagierten Ehrenamtlichen. - Foto: Mühlke

Levern - „Die Jugendarbeit in den Feuerwehren bietet jungen Menschen Freiräume, in denen sie ihr Potenzial und ihre Persönlichkeit entfalten können, in denen sie ihre sozialen Kompetenzen erkennen und ihren Weg für ein ehrenamtliches Engagement vorbereiten können“, machte Gemeindejugendfeuerwehrwart Torsten Fischer während des Jahresschlussdienstes der Stemweder Feuerwehr deutlich.

Besonders Jugendliche müssten durch eine optimale Betreuung auf die Tätigkeiten in der Feuerwehr vorbereitet werden und stellen dann mit einer guten Ausbildung die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes in der Gemeinde Stemwede sicher, so Fischer am Freitagabend.

Die Stemweder Jugendfeuerwehr, die aus 59 Mädchen und Jungen besteht, war im zurückliegenden Jahr bundesweit erfolgreich und stellte die beste Jugendfeuerwehr im Land NRW. Die Jugendfeuerwehrgruppe Drohne-Dielingen gewann in 2015 den Landesmeistertitel. Darüber hinaus belegte die Jugendfeuerwehr Haldem-Arrenkamp mit ihren zwei Gruppen den dritten und vierten Platz. Schließlich erreichte der Feuerwehrnachwuchs aus Drohne-Dielingen den hervorragenden sechsten Platz von den 30 besten Jugendfeuerwehren aus ganz Deutschland und damit die beste Platzierung seit zwölf Jahren bei den Deutschen Meisterschaften in Montabaur.

Das neue Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG NRW) schenkt dem Ehrenamt besondere Aufmerksamkeit und will die Arbeit der Freiwilligen fördern und stärken, machte Fischer deutlich. Hier sei aber auch die Politik gefordert, um junge Menschen langfristig für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr zu begeistern. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Jugendfeuerwehrwart bei der Verwaltung für die bisherigen Investitionen. In Stemwede nehme die Arbeit der Jugendfeuerwehr einen besonderen Stellenwert ein, weil man laut Fischer erkannt habe, dass die Jugendfeuerwehr ein Aktivposten der Jugendarbeit und Zukunftsschmiede für die aktive Wehr seien.

Dass so die Nachwuchsarbeit in der Flächengemeinde auf so guten Beine stehe, sei den 15 Jugendfeuerwehrwarten und Betreuern zu verdanken, so Fischer. Mit jahrelanger Erfahrung und Kompetenz sorgen sie für qualifizierten Nachwuchs und leisteten im vergangenen Jahr 1 647 Stunden zusätzlich zum regulären Dienst.

Kinder und Jugendliche sind knappes Gut

Die Einwohnerentwicklung zeige, dass der demografische Wandel auch in Stemwede Einzug halten werde. „Gerade weil Kinder und Jugendliche auch bei uns im ländlichen Raum ein knappes Gut in einer alternden Gesellschaft werden, ist es von besonderer Bedeutung, sich mit neuen Ideen und Veränderungsprozessen den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu stellen“, sagte Fischer.

Derzeit würde in Stemwede mit 59 Mitgliedern die stärkste Jugendfeuerwehr im Altkreis Lübbecke bestehen. Aber die Einwohnerentwicklung zeige, dass mit sinkenden Mitgliederzahlen zu rechnen sei. „Macht es dann nicht Sinn, an einem Standort die Arbeit gemeinsam durchzuführen?“ Schließlich würden auch Löschgruppen zusammengelegt. „Warum nicht auch die beiden Jugendfeuerwehren?“, so Fischers Frage in den Raum. Seines Erachtens müssten Jugendfeuerwehrwarte, Betreuer und Führungskräfte auch für Neues offen sein.

Einer, der seit 25 Jahren einen großen Teil seiner Freizeit in die Betreuung der Jugendlichen in der Feuerwehr opfert, ist Andre Fischer. Dem Haldemer Kameraden, der sich seit 1991 in der Wehr engagiert, verlieh Bürgermeister Kai Abruszat gemeinsam mit Wehrführer und Gemeindebrandmeister Joachim Lübke die Ehrenurkunde der Gemeinde Stemwede für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr. „Durch seine jahrelange Erfahrung und seinen unermüdlichen Einsatz ist er für viele Betreuer und Jugendfeuerwehrmitglieder eine Leitfigur und ein Vorbild geworden“, hob Torsten Fischer in der Laudatio für seinen Brüder hervor. - hm

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