Jubiläumskonzert des Dielinger Posaunenchores findet großen Anklang

Über den Tellerrand gehört

Gut gelaunt präsentierten die Mitglieder des Posaunenchores einen bunten Querschnitt ihres Könnens beim Jubiläumskonzert im Gemeindehaus.  J Fotos: Mühlke

Dielingen - Von Heidrun Mühlke. Zu einem bunten musikalischen Reigen gestaltete sich das Jubiläumskonzert des Dielinger Posaunenchores. Gut 200 Gäste waren am Sonntag ins Dielinger Gemeindehaus gekommen und erlebten dort ein unterhaltsames Konzert voller Begeisterung, Besinnlichkeit und festlichem Glanz.

Unter das Motto „Über den Tellerrand hören“ hatten die 20 Bläser um Leiterin Maren Fieseler das kontrastreiche Hörerlebnis gestellt. Für das Jubiläumskonzert hatten die Musiker ein Programm vorbereitet, das quer durch Epochen und Genres wanderte. „Wir wollen zeigen, dass wir Zeitgenössisches und Modernes genauso in unserem Programm haben wie traditionelle Kirchenmusik“, sagte Fieseler vorneweg.

Im Programm des unterhaltsamen Nachmittags waren getragene und schnelle, weltliche und geistliche, alte und neue, heimatliche und weltliche Werke zu finden. Begonnen hatten die Bläser mit einem der bekanntesten Kirchenlieder überhaupt: „Lobe den Herrn“. Das Publikum sang den wohlbekannten Text dazu.

Die Zuhörer hatten ihre wahre Freude am Jubiläumskonzert des Dielinger Posaunenchores.

„Jauchzet dem Herrn alle Welt mit Trompeten und Posaunen“, brachte Pfarrer Michael Beening sein Grußwort auf den Punkt. „Ihr seid eine wandlungsfähige Gemeinschaft, die ihre Liebe zur Musik in den Dienst des Menschen stellt“, lobte er die Musiker. Auch Pfarrerin Sigrid Mettebrink freute sich, dass der Dielinger Posaunenchor dazu beiträgt, Grenzen verschwimmen zu lassen. Sie verglich die Musiker mit der Besatzung eines Luxusliners, der nicht zur Hafenrundfahrt startet, sondern zu großen Zielen aufbrechen wird. „Eure Töne bringen uns in Schwung und stärken den Zusammenhalt. Danke, dass ihr uns mitnehmt auf eure musikalische Reise.“

„The winner takes it all“ von der schwedischen Popband „Abba“, Filmmusik aus „Fluch der Karibik“, Volkstümliches wie „Lieb Vaterland“ oder „Kein schöner Land“, „500 Miles“ von Peter, Paul and Mary, eine Suite von Edward Elger, Choräle wie das Pilgerlied „Gib uns Frieden jeden Tag“ reihten sich unterhaltend aneinander. Abwechslungsreich, musikalisch ausgefeilt – richtig gut. Das war auch die einhellige Meinung der Besucher am Ende Konzertes, das die Bläser mit einem finalen Gottlob „Bleib bei mir Herr“ beenden wollten. Doch ohne Zugabe entließen die begeisterten Zuhörer die Musiker nicht. Und so ertönte aus Posaunen und Trompeten zum Abschied ein herrliches „Morning has broken“.

Weit darf der Posaunenchor in seiner Geschichte zurückblicken. Seit 125 Jahren treffen sich in Dielingen Blechbläser zum Musizieren. 1891 hatten 14 Männer aus Dielingen, Drohne, Haldem und Stemshorn den Dielinger Posaunenchor gegründet. In den ersten 60 Jahren bestand der Posaunenchor nur aus männlichen Mitgliedern und spielte gemäß seines Leitspruchs „Lobt Gott mit Posaunen“ hauptsächlich kirchliche Musik. Erst ab 1951 waren auch Frauen zugelassen. Seit 2001 leitet mit Maren Fieseler sogar eine Frau den Chor. In seinen Anfängen probte er in der Dachstube des Kantorhauses, in der Sakristei der Kirche und im Pfarrwitwenhaus an der Kirche. Im Sommerhalbjahr traf man sich auf den Deelen der Chormitglieder.

Seit dem Bau des Gemeindehauses im Jahr 1974 probt der Posaunenchor jeden Montagabend dort. Als Dank gegenüber dem Verein „Raum für Gemeinde“, der das Gebäude unterhält, flossen alle Spenden des Nachmittags in dessen Kasse. Ihren Dank richteten die Bläser an alle Institutionen, die das musikalische Wirken finanziell unterstützt haben.

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