John Lennon starb vor 35 Jahren und wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden

Memorial-Konzert für einen Pilzkopf

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Uwe Müller und Johnny Silver (rechts) coverten die Songs des legendären John Lennon.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. John Lennon wäre in diesem Jahr am 9. Oktober 75 Jahre alt geworden. Grund genug für rund 100 Fans des berühmten Musikers, der am 8. Dezember 1980 erschossen wurde, sich an seine Lieder und an den Pilzkopf zu erinnern. Der gerade mal 40-Jährige war Kultfigur für eine ganze Generation.

Es war seine Musik, die Menschen in der ganzen Welt begeisterte, und eben diese Hits haben das John-Lennon-Double Johnny Silver und der Musiker Uwe Müller im Memorial-Konzert „Imagine John“ zusammengestellt. Am Freitagabend auf Einladung des Stemweder Kulturrings in der Wehdemer Begegnungsstätte zu Gast.

Aber nicht allein mit den legendären Songs von John Lennon, sondern auch mit kleinen Textbeiträgen erwiesen die beiden Musiker der wohl schillerndsten Persönlichkeit im Quartett der Pilzköpfe, die Ehre. Ein begnadeter Musiker und Songschreiber sei Lennon gewesen, habe für seine Musik gelebt. Gelebt habe er auch für seine Frau Yoko Ono. Die japanische Geschäftsfrau habe schon gewusst, wie man Männer durch die Gegend schiebe, um das Bestmögliche aus ihnen herauszuholen, wusste Johnny Silver zu berichten. Ihr habe er den Song „Oh Yoko“ gewidmet. Gleichzeitig war Lennon aber auch krankhaft eifersüchtig, was er in „Jealouse Guy“ zum Ausdruck brachte. Lennon hatte zwei Söhne Julian und Sean, denen er unter anderem auch das Wiegenlied „Beautiful Boy“ widmete.

So vielseitig wie sein Leben waren auch seine Songs. Von zärtlichen Liebesliedern über politische Songs wie „Revolution“ bis hin zur Hymne „All you need is love“ reichte das Repertoire. All diese Songs und noch viel mehr gehörten zum viel beklatschten Memorial-Konzert. Immer wieder waren Zuhörer aufgefordert mitzusingen. „Aus Kostengründen haben wir keinen Ringo dabei“ scherzte Silver verbunden mit dem Wunsch um musikalische Unterstützung. Das Publikum ließ sich nicht zwei Mal bitten. So wandelte sich die Begegnungsstätte in einen schmissigen Lennon-Memorial-Chor-Raum der ein noch schmissigeres „Help!“ zum Besten gab.

„Als mich die Nachricht von Lennons Tod erreichte, war ich im Schulbus unterwegs“, erzählte Johnny Silver. „Der Busfahrer drehte das Radio lauter, hielt an und verstummte, bevor er erklärte, dass sein Idol von dieser Welt gegangen sei“, erinnerte sich der Musiker. „John Lennon ist in New York erschossen worden“ – diese Meldung verbinde wohl auch jeder hier im Saal mit Erinnerungen.

Genial vertonte Songs wie „Come together“, „Imagine“, „Hey Jude“ und „Good night“ sollten einen fantastischen Konzertabend beenden, doch die Zuschauer entließen die pilzköpfigen Doubles nicht ohne Zugabe. Für sie war es ein gelungenes Memorial, das einmal mehr zeigte, dass die Musik der 60er-Jahre auch heute noch Zuhörer aller Generationen mitreißt.

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