Großkaliberschießsportgruppe Diepholz

Bei der Jagd auf Tontauben muss jede Bewegung stimmen

In herbstlicher Idylle zielten die Mitglieder der GKSG Diepholz auf Wurfscheiben. - Foto: Oliver Cosfeld

Twiehausen/Diepholz - Die Wurfscheibenschützen der Großkaliberschießsportgruppe Grafschaft Diepholz und Umgebung traf sich an einem windstillen Tag auf dem kombinierten Schießstand der Kreisjägerschaft Minden-Lübbecke in Twiehausen zum Wurfscheibenschießen.

Die klimatischen Bedingungen waren zwar nicht so ideal wie bei der Olympiade unter dem Zuckerhut von Rio de Janeiro, bei der die Weltelite an den Start ging, aber die Umgebung auf dem Schießstand war trotz der niedrigen Temperaturen einladend, berichtet die Schießgruppe in einer Pressemitteilung. 

Mit dem entsprechenden Outfit und einem wärmenden Taschenöfchen in der Jackentasche machte ihnen das Schießen viel Spaß. Die Motivation unter den Schützen erreichte ihren Höhepunkt, als die Schießstände zur ersten Runde eingenommen wurden. Geschossen wurden die Disziplinen Trab und Skeet nach den Regel des Bundes Deutscher Sportschützen (BDS).

Die Wurfscheiben, die der Allgemeinheit besser als Tontauben bekannt sein dürften, werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern geworfen und müssen nach akustischem Abruf innerhalb von circa ein bis zwei Sekunden mit der Schrotgarbe aus der Bockdoppelflinte beschossen werden. 

Um eine Wurfscheibe, die im Durchmesser etwa 11 Zentimeter groß ist, vom Himmel zu holen, bedarf es viel Übung, Schnelligkeit und Intuition. Das Wurfscheibenschießen verlang ein Höchstmaß an Konzentration in Vorbereitung. Die Bewegungsabläufe müssen laut der Schießgruppe einfach stimmen, sonst sehe man die kleinen orangene Scheiben im Dickicht des Schießstandes verschwinden. 

Pro Durchgang starteten sechs Schützen in der sogenannten Rotte. Während eines Durchgangs musste jeder Schütze der Rotte aus wechselnden Schießständen jeweils 15 Wurfscheiben beschießen. In der Disziplin Trab werden die Wurfscheiben aus fünf wechselnden Schießständen in Reihe aus einer Entfernung von elf Metern beschossen. Aus dem vorgelagerten Trabbunker hat der Schütze entweder eine Wurfscheibe von links, der Mitte oder vor rechts fliegend zu erwarten. Der Schütze weiß beim Abrufen der Wurfscheibe nicht, in welcher Richtung diese geworfen wird.

Bei der Disziplin Skeet sind die Schießstände im Halbkreis um das sogenannte Hoch- und Niederhaus angeordnet. Im Gegensatz zum Trab-Schießen weiß der Schütze, aus welchen „Häusern“ die Wurfscheiben zu erwarten sind. Denn beim Skeet-Schießen werden aus bestimmten Schießständen auch zwei Wurfscheiben gleichzeitig und abwechselnd geworfen, was den Reiz dieser Disziplin ausmacht.

Nach dem Abschluss des Schießen waren Dr. Torsten Bernd als zweiter Vorsitzender der GKSG sowie Schießleiter Johann Schröder und Schießleiter Oliver Cosfeld, als Ausrichter dieses Events, mit den Trefferquoten sowie mit der Stimmung unter den Schützen sehr zu frieden.

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