Irritation über Arbeit der Dorfgemeinschaft

Neues Leben in der Immenklause

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In der Immenklause in Drohne hat es offenbar schon Arbeiten gegeben. Die Politik weiß davon noch nichts. Archivfoto: Russ

Drohne - Eigentlich wollte Astrid Lanfer am Dienstagabend nur einen Überblick über den Wirtschaftsplan des Wirtschaftsbetriebs der Gemeinde Stemwede geben, doch bei einem Punkt blieben die Mitglieder des Betriebsausschusses der Gemeinde Stemwede hängen. Grund der Diskussion: Arbeiten an der Immenklause in Drohne, die nicht mit den zuständigen Politikern abgesprochen worden waren. „Ich bin gerade sehr angefressen, dass wir von den Plänen nichts gewusst haben“, machte Ausschussvorsitzender Andreas Weingärtner seinem Ärger Luft.

Bauamtsmitarbeiter Klaus Tellbüscher hatte zuvor berichtet, dass die alte Küche bereits von Mitgliedern der Drohner Dorfgemeinschaft demontiert worden sei. „Jetzt werden neue Unterschränke aufgebaut“, wusste Tellbüscher zudem.

Vor zwei Jahren musste die Küche aufgrund hygienischer Mängel, die auf die Abzüge zurückzuführen waren, geschlossen werden und die Immenklause wurde für private Feiern gesperrt. Lediglich die örtlichen Vereine hatten die Erlaubnis, in dem beliebten Treffpunkt weiter zusammenzukommen, erinnerte Tellbüscher an den entsprechenden Beschluss aus dem Jahr 2013.

Paul Lahrmann (SPD) fragte sich ebenfalls, warum es bislang noch keine Informationen über das Engagement der Drohner gegeben habe. Der Sozialdemokrat forderte daher nun einen detaillierten Plan sowie eine Kostenaufstellung. Beides liegt bislang noch nicht vor. Lediglich ein von Wolfgang Fricke (FDP) als „dubioses Schreiben“ bezeichnetes Formular ist bei der Verwaltung eingegangen, in dem die Dorfgemeinschaft offenbar recht unpräzise über ihre Maßnahmen unterrichtet. „Die Drohner wollen sich engagieren und haben eine Grundlage geschaffen“, nahm Sebastian Allhorn (Grüne) die Akteure der Dorfgemeinschaft in Schutz. „Das Pferd wurde aber von der falschen Seite aufgezäumt“, kommentierte Weingärtner.

Mögliche Fördermittel für die Sanierung der Immenklause wollten die Ausschussmitglieder noch nicht in den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr einstellen. „Wir müssen noch mit dem Kreis reden und die Möglichkeiten für das Gebäude erörtern“, erklärten Klaus Tellbüscher und Bauamtsleiterin Birgit von Lochow.

abo

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