Aubi-Prax-Projekt

Interessante Sache für Schüler und Unternehmen

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Horst Weitkamp vom gleichnamigen Autohaus in Levern informierte die Schüler über die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Stemwede - Von Melanie Russ. „Für uns ist das eine sehr interessante Sache“, sagt Horst Weitkamp, Seniorchef des gleichnamigen Autohauses in Levern. „Es hat uns immer Positives gebracht“, kann er nur Gutes über Aubi-Prax berichten. Die Aktion „Ausbildung und Ausbildungsberufe praxisnah vorgestellt“ veranstaltete die Stemweder-Berg-Schule in Wehdem am Donnerstag zum 15. Mal für ihre neunten Klassen. 23 Betriebe aus der Region präsentierten am Vormittag 80 Ausbildungsberufe von der Arzhelferin bis zum Kfz-Mechatroniker, vom Soldaten bis zum Chemielaboranten.

Für das Autohaus, das neben seinen rund 60 Mitarbeitern regelmäßig 10 bis 14 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen ausbildet, ist das Aubi-Prax eine willkommene Möglichkeit, neue Auszubildende zu rekrutieren. Probleme, die Ausbildungsplätze zu besetzen, habe man nicht. „Wir machen aber auch eine sehr intensive Ausbildung. Das ist bei uns immer sehr ernst genommen worden“, so Weitkamp. Eine besonders reizvolle Neuerung beim Autohaus ist die Übernahmegarantie für alle Auszubildenden, die ihre Lehre mindestens mit der Note drei beenden. Möglich macht das laut Weitkamp die Kooperation mit dem Unternehmen Daimler. Zwar muss der ein oder andere einen Standortwechsel in Kauf nehmen, die meisten Auszubildenden übernimmt Weitkamp aber selbst.

Feldwebel Mutzkeit informierte die Neuntklässler der Stemweder-Berg-Schule über die vielen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr.

Wie das Autohaus nutzen auch die anderen Unternehmen gerne die Möglichkeit, ihr Ausbildungsangebot vorzustellen. So zum Beispiel die Bundeswehr. In der Bevölkerung sei noch immer die Vorstellung verbreitet, „dass wir nur mit dem Gewehr rumlaufen“, sagt Feldwebel Matzkeit. Tatsächlich biete die Bundeswehr neben dem Soldatenberuf aber eine Vielzahl ziviler Ausbildungen an, die allesamt auch außerhalb der Bundeswehr anerkannt werden. Matzkeit stellte den Schülern die verschiedenen Möglichkeiten vom freiwilligen Wehrdienst zum Reinschnuppern in die Bundeswehr bis zur Offizierslaufbahn mit Universitätsstudium vor.

Die Aktion organisiert haben in diesem Jahr erstmals die Studien- und Berufswahlkoordinatoren der Stemweder-Berg-Schule, Christiane Terberger und Lars Haller. Mit der Resonanz der Unternehmen ist Haller sehr zufrieden. „Die Firmen, die wir anschreiben, nehmen das Angebot gerne an.“ Manchmal werde die Schule sogar über Praktikanten von Firmen angesprochen, die noch nicht dabei sind, aber gerne teilnehmen würden.

Informationen aus erster Hand

Ziel der Veranstaltung ist es, den Schülern die hiesigen Betriebe mit ihren Ausbildungsangeboten näherzubringen. Sie sollen aus erster Hand erfahren, welche Anforderungen die Firmen an ihre Auszubildenden stellen. Bei den Schülern kommt Aubi-Prax laut Haller regelmäßig gut an. „Sie finden es gut, im kleinen Rahmen Informationen zu bekommen. In Gruppen mit 15 Schülern kann man gut ins Gespräch kommen“, so Haller.

Da immer mehr Sekundarschüler einen weiterführenden Abschluss abstreben, zeigten einige Unternehmen auch auf, wie die Schüler nach dem Abitur bei ihnen ein duales Studium absolvieren können. Darüber informierte zum Beispiel Artur Mauerer von der Firma Harting, der den Schülern von vornherein klar machte, welchen Arbeitsaufwand ein duales Studium bedeutet, das in gut dreieinhalb Jahren abgeschlossen wird, während Berufsausbildung und Studium nacheinander im Schnitt sieben Jahre dauern. „Man muss sich richtig reinknien“, so Mauerer. Von den Stemweder Schülern war er begeistert. „Das war eine sehr interessierte Truppe. Die haben gut mitgemacht.“

Einige Betriebe hatten neben Informationen auch Ausbildungsstellen für dieses und das kommende Jahr im Gepäck. In den Pausen hatten die Schüler Gelegenheit, sich schon mal im persönlichen Gespräch zu empfehlen.

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