INI-Vertreter Assmann erwartet keine Verzögerung im Genehmigungsverfahren

Politiker fühlen sich bestätigt

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Stemweder Ratsmitglieder informierten sich in der Gesamtschule Bad Sassendorf.

Stemwede - Vor den Sommerferien hatte der Stemweder Rat mit großer Mehrheit beschlossen, die Gesamtschulpläne gemeinsam mit dem privaten Träger INI voranzutreiben. Dem Wunsch einiger Ratsmitglieder, die Verwaltung möge eine Fahrt zur von der INI betriebenen Gesamtschule in Bad Sassendorf organisieren, ist Schulamtsleiter Jörg Bartel am Mittwoch nachgekommen (wir berichteten).

Lehrer und Schulpflegschaft der Stemweder Sekundarschule hatte Bartel nicht ausdrücklich zu der Fahrt eingeladen. Aus seiner Sicht bestand auch keine Notwendigkeit dazu. „Wenn man Interesse an so einer Fahrt hat, dann meldet man sich doch“, sieht er die Verantwortung bei den Kritikern. Dass ein Besuch der Schule in Bad Sassendorf geplant war, war schließlich seit der genannten Ratssitzung im Sommer bekannt. Eine weitere Fahrt ist derzeit laut Bartel nicht geplant, wenn Bedarf geäußert werde, könne man da aber sicher noch etwas machen. Zudem hatte die INI von Anfang alle Interessierten eingeladen, sich in Bad Sassendorf selbst ein Bild zu machen, auch unabhängig von der Verwaltung.

Die Ratsmitglieder fühlten sich durch den Besuch in ihrem Beschluss bestätigt. Lobend hoben sie die gute Kooperation zwischen Gemeinde und Schule, gute Arbeitsbedingungen für die Lehrer, die vielfältigen pädagogischen Möglichkeiten und die gute Ausstattung der komplett barrierefreien Schule hervor. Sogar besondere Einbauten für Schülerinnen und Schüler mit einer Einschränkung im Bereich „Hören“ seien vorhanden, so Bartel.

Es sei ein hochinteressanter Vormittag gewesen. Schulleiterin Armgard Steinbrück habe während des Rundgangs eindrucksvoll geschildert, warum sie vom öffentlichen in den Schuldienst bei einem freien Träger gewechselt sei. Sie habe dabei insbesondere auf das hochmotivierte und engagierte Kollegium verwiesen, so Bartel.

Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff erläuterte aus Sicht des Stemweder Schulamtsleiters überzeugend die großen Vorteile für die Gemeinde Bad Sassendorf, die – ähnlich wie Stemwede – eine deutliche demografische Herausforderung spüre, weil die einzige weiterführende Schule im Ort vor dem Aus gestanden habe. Die INI sei ein sehr guter Partner, der nach vorne gehe, aber auch fordernd sei, habe Dahlhoff erklärte. Besonders schätze er an der INI auch die vielfältigen Kooperationen, die in den Ort hineinreichen. Ihm gegenüber hätten die Eltern die familiäre Ausrichtung der Schule gelobt, so Dahlhoff. Auch mit Lehrern und Schülern kamen die Stemweder ins Gespräch. Der Eindruck, auf ein gut motiviertes und engagiertes Kollegium zu treffen, habe sich dabei bestätigt, so Bartel.

Erfreut nahm der Schulamtsleiter zur Kenntnis, dass der INI bereits zahlreiche Lehrer-Bewerbungen für die geplante Stemweder Gesamtschule vorliegen. Das Kollegium ist laut INI-Geschäftsfeldleiter Thomas Assmann auch der wesentliche Punkt, der in den Antragsunterlagen für die Bezirksregierung noch fehlt. Ansonsten seien es nur Kleinigkeiten. „Wir müssen ein vollständiges Kollegium benennen“, so Assmann. Man habe das Antragsverfahren aber so früh wie möglich auf den Weg bringen wollen. Er sieht verfahrenstechnisch keine Probleme und geht davon aus, dass es bei der Genehmigung zu keinen wesentlichen Verzögerungen kommen wird.

mer

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