INI informiert Eltern über Gesamtschule

„Wäre schöner, Schule gemeinsam aufzubauen“

Mediengruppe Kreiszeitung
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Levern - Rund 80 Gäste begrüßte die Lippstädter Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit (INI) am Mittwoch beim Informationsabend in der Leverner Grundschule. Neben dem Konzept der in Wehdem geplanten Schule sowie grundsätzlichen Informationen zur Gesamtschule und zur INI standen vor allem die Fragen der Eltern von Grundschülern im Mittelpunkt.

Geplant ist, die private Gesamtschule – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bezirksregierung – zum Schuljahr 2016/2017 mit drei fünften Klassen und zwei Kursen in der Sekundarstufe II zu starten. Welche Schülerzahl mindestens erreicht werden müsse, damit die Schule realisiert werde, darauf wollte sich Volker Esch-Alsen auf Nachfrage nicht festlegen. „Wir wollen schon zwei Klassen haben mit insgesamt 54 Fünftklässlern“, erklärte der designierte Leiter der Gesamtschule. „Wir haben darüber hinaus den Ehrgeiz, auch eine Oberstufe einzurichten.“ Man würde aber auch nur mit der Sekundarstufe I starten. Letztendlich würden die Eltern durch ihr Wahlverhalten entscheiden. Aktuell lägen 15 Interessensbekundungen für die Sekundarstufe I vor, informierte INI-Geschäftsführer Thomas Assmann.

Die Eltern interessierten in erster Linie praktische Dinge wie das Kurs- und Fremdsprachenangebot, der Bustransfer und das Anmeldeprozedere. „Sie können ohne Bedenken ihr Kind an einer anderen weiterführenden Schule anmelden und bei der INI vormerken lassen“, erklärte Esch-Alsen.

Auch Gegner der Gesamtschule meldeten sich zu Wort. Es klinge in Medien so, als ob die Genehmigung nur Formsache wäre. Es sei aber nicht sicher, dass die Bezirksregierung die Schule genehmigen werde. Sie sei verpflichtet zu prüfen, ob dadurch eine staatliche Schule gefährdet werde. Schlechter Stil sei, aus der Zeitung zu erfahren, dass die Gesamtschule plane, in das alte Hauptschulgebäude einzuziehen, in dem die Sekundarschule derzeit Räume nutze. Er könne die Bedenken verstehen, erklärte Assmann, finde es aber schade, dass man derart aneinander gerate. Er appellierte dafür, miteinander zu sprechen. „Wie kann es funktionieren, wenn Sekundarschule und Gesamtschule parallel laufen.“ Das sei wichtig für Eltern und Kinder. „Es wäre schöner, wenn wir die Schule gemeinsam aufbauen würden.“

SoR

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