Heidi Priesmeier und Peter Schuster singen sich in Herzen der Heimbewohner

Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

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Heidi Priesmeier und Peter Schuster begeistern beim Konzert im Seniorenhaus mit Liedern aus guter alter Zeit.

Wehdem - Von Heidrun Mühlke. Mit Heidi Priesmeier und Peter Schuster verwandelte sich am Sonntagnachmittag das Wehdmer Seniorenhaus Stemweder Berg in einen Salon des frühen vorigen Jahrhunderts. Mit Melodien aus den 20er- und 30er- Jahren unterhielten die beiden Künstler rund 50 Zuhörer.

Die Seniorenfeier der Gemeinde in der Wehdemer Begegnungsstätte richtet der Kulturring schon seit drei Jahren aus. Aber es gibt viele Pflegebedürftige oder körperbehinderte Bewohner in Seniorenheimen, die an diesem Kulturgut nicht teilnehmen können.

Erstmals kooperierte der Stemweder Kulturring daher mit einer Senioreneinrichtung, um die älteren Bürger zu erreichen. „Wenn Sie schlecht zu unseren Veranstaltungen kommen können, kommen wir eben zu Ihnen“, sagt Wilhelm Brüning vom Kulturring.

Sandra Rossmann, Leiterin des Seniorenhauses Stemweder Berg, freute sich, dass so alle Bewohner in den Musikgenuss kommen konnten und begrüßte am Sonntag neben den Bewohnern etliche Gäste, die sich den musikalischen Nachmittag nicht entgehen lassen wollten.

Mit einem Potpourri von Stücken aus fast vergessener Musikgeschichte lud Heidi Priesmeier, begleitet von Peter Schuster am Akkordeon, zum Zuhören, Schunkeln und Mitsingen ein. Im Nu sang sich Priesmeier in die Herzen der Zuhörer – egal ob alt oder jung. Lieder wie das legendäre „Ein Freund, ein guter Freund“ von Heinz Rühmann oder Marlene Dietrichs „Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht“ berührten auch in Wehdem die Seelen der Menschen.

Immer wieder spielte die Künstlerin durch Mimik und Gesten mit dem Publikum – warf verführerische Blicke in den Raum, während sie „die fesche Lola“ aus dem Film „Der blaue Engel“ gab, die Federboa um die Schultern schwang und verheißungsvoll zugab „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Gerne ließen sich die Senioren noch einmal in das leichte Leben der 20er-Jahre entführen, das die Künstlerin mit kecken Liedern wie „Kann denn Liebe Sünde sein“ besang. Dabei ließ es sich Priesmeier als gebürtige Oppendorferin nicht nehmen, immer wieder herzlich die Hände der vielen vertrauten Zuhörer zu schütteln und nach deren Befinden zu fragen.

Die Lieder aus der guten alten Zeit kamen bestens an und die Initiatoren aus den Reihen des Kulturrings können sich durchaus vorstellen, nach diesem gelungenen Pilotprojekt im Seniorenhaus Stemweder Berg mit anderen Senioreneinrichtungen der Gemeinde das Projekt fortzusetzen.

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