Gudrun Koch erklärt beim plattdeutschen Abend im Heimathaus das Knopf-Phänomen

Loblied auf einen Gebrauchsgegenstand

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Wie viele Knöpfe sind im Glas, fragte Gudrun Koch. 780 Exemplare lautete die Lösung. Das hätte keiner der Gäste des plattdeutschen Abends vermutet.

Wehdem - Jeder hat ihn, jeder kennt ihn und er hat eine besondere Anziehungskraft – dieses Loblied auf den Knopf hielt Gudrun Koch am Montag im Wehdemer Heimathaus. Die Landfrauen und Mitglieder der Frauenhilfen hatten Koch zu ihrem plattdeutschen Sommerabend eingeladen und erfuhren von der Referentin aus Leteln, wie sich der Knopf entwickelt und welche Stellung er in der Gesellschaft hat – ein informativer und zugleich unterhaltsamer Abend.

Die 75-Jährige hatte dazu diverse Modelle aus ihrer Sammlung mitgebracht – vom beliebten Perlmuttknopf über Holz- und Haifischzahnknöpfe bis hin zum Druckknopf, der im Jahr 1885 erfunden wurde, und die heute verwendeten Plastikknöpfe. Auch Grußkarten und Ringe bastelt Koch aus dem alltäglichen Gebrauchsgegenstand, „für den wir leider die Hochachtung verloren haben“, so Koch. Denn die tragende Rolle des „Phänomens Knopf ist vielen nicht mehr bewusst“.

Die 20 Besucher bestaunten im Heimathaus die farbenfrohen Knöpfe verschiedener Größen, die Gudrun Koch auf den Tischen verteilt hatte. Sie holten sich Anregungen für eigene Exemplare, die in jedem Haushalt zu finden sind. „Die gute Hausfrau hat ihre Knöpfe aufgefädelt sortiert“, sagte Koch, die Knöpfe auch für die abendliche Fingergymnastik vor dem Fernseher empfiehlt.

Gerade Stemwede ist eng mit dem kleinen Kleidungsanhängsel verbunden: Bis 1995 gab es in Levern eine Fabrik, später wurden in Rahden noch Knöpfe für Designerkleidung angefertigt, wusste Heinrich Rust beizutragen.

abo

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