Gesamtschule: Dietmar Meier stellt klar, dass Fraktion nichts wusste

„Da kann man nicht so rumhüpfen“

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Bei der Umwandlung der Sekundar- in eine Gesamtschule wird es wohl noch Diskussionen geben.

Stemwede - Es wird viel zu bereden geben, wenn der Bildungsausschuss der Gemeinde Stemwede am Donnerstag, 18. Juni, zu seiner nächsten Sitzung zusammentritt. Als Ort des Geschehens ist der große Saal der Begegnungsstätte in Wehdem vorgesehen, denn an Zuhörern wird es in der Sitzung, deren einziger Punkt die geplante Weiterentwicklung der Sekundarschule zu einer Gesamtschule ist, nicht mangeln.

Die Verwaltung hat bereits eine Sitzungsunterbrechung angekündigt, in der die Elternvertreter ihre Meinung äußern können. Aber auch unter den Ausschussmitgliedern wird es einige Diskussionen geben. Zwar äußerten sich die Fraktionsvorsitzenden während der Bekanntgabe der Pläne in der Vorwoche positiv, doch wird diese Position zumindest in der CDU-Fraktion nicht einhellig geteilt.

„Auch mir sprang der Draht aus der Mütze“, reagierte Dietmar Meier auf die Kritik des Schulpflegschaftsvorsitzenden Holger Heidmeyer an „der Politik“ (wir berichteten). Er könne dessen Kritik sehr gut nachvollziehen, sagte Meier gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch er fühlt sich von der Verwaltung überrumpelt. Er sei am 3. Juni über die außerordentliche Ausschusssitzung am 10. Juni unterrichtet worden. Bürgermeister Gerd Rybak habe deren Wichtigkeit hervorgehoben, das Thema aber nicht genannt. Das habe er wie seine Fraktionskollegen erst einen Tag zuvor erfahren.

Die Gesamtschule sei ein wichtiger Teil der Gemeindeentwicklung. , hätte sich Meier mehr Konstanz gewünscht – zumal die als Argument angeführten Schülerzahlen bereits bei der Einrichtung der Sekundarschule bekannt waren. Wie Heidmeyer hält er eine Senkung der Mindestanmeldungen pro Schuljahr in Zukunft für möglich.

Auch die Bezirksregierung Detmold wurde erst kurz vor der Bekanntgabe telefonisch über das Vorhaben informiert. Eine „angeratene Beratung durch die pädagogischen und schulrechtlichen Mitarbeiter der Bezirksregierung“ sei nicht angefordert worden, teilte die Behörde auf Nachfrage mit. „Im Rahmen einer Beratung hätte die Bezirksregierung empfohlen, sowohl die Elternpflegschaft als auch die Schulleitung frühzeitig an den Überlegungen zur Umstrukturierung der Stemweder Schullandschaft zu beteiligen“, heißt es aus Detmold.

Zur Genehmigungsfähigkeit einer Gesamtschule könne die Behörde erst eine Aussage treffen, wenn ein entsprechender Antrag des Schulträgers vorliege. Der könnte zeitnah rausgehen, wenn der Stemweder Rat den Plänen bereits am Mittwoch, 24. Juni, zustimmt.

mer

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