Gerätehaus-Erweiterung für 2016 geplant

Wichtiges Signal für Oppenwehe

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Nur mit Vorsicht gelingt es den Feuerwehrmännern aktuell, das große Löschfahrzeug durch das zu niedrige Tor zu fahren.

Oppenwehe - Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Oppenwehe soll nach fünf Jahren, die seit den ersten Entwürfen bereits vergangen sind, 2016 zur Ausführung kommen. Dafür sollen, vorbehaltlich eines positiven Ergebnisses im Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Stemwede für den Standort Oppenwehe, die nötigen Finanzmittel im Wirtschaftsplan eingestellt werden. Darauf haben sich am Dienstagabend die Mitglieder des Betriebsausschusses geeinigt.

Einige Fraktionsmitglieder wollten die Entscheidung für die Erweiterung zunächst nochmal verschieben, bis der Plan vorliegt. Dies soll laut Andreas Weingärtner Ende des Jahres der Fall sein. „Ich habe aber gehört, dass es zu Verzögerungen kommen könnte“, berichtete der Ausschussvorsitzende. „Ohne gezielt etwas zum Bedarf der Feuerwehren sagen zu können, ist es falsch, jetzt über die Baumaßnahmen abzustimmen“, meinte Bernd Harrmann (CDU) und auch Martin Schmidt (FWG) plädierte dafür, den Bedarfsplan abzuwarten. Dieser gibt unter anderem einen Überblick darüber, wie die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Stemwede ausgestattet und die Standorte ausgelastet sind.

Friedrich Lange (FDP), der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr Stemwede aktiv ist, berichtete daraufhin aus eigener Erfahrung: „Oppenwehe ist nötig. Sonst kommen wir mit den vorgeschriebenen Zeiten nicht hin.“ Denn für die Einsatzkräfte der Feuerwehr gilt das Ziel, in 80 Prozent der Alarmierungen innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort zu sein. Auch Wolfgang Fricke (FDP) meinte, dass es keine neuen Einsichten mit dem neuen Bedarfsplan geben werde und der Standort Oppenwehe sicher nicht aufgelöst werden würde.

Das Geld müsse für das kommende Jahr in den Wirtschaftsplan eingestellt werden, damit die Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden können. „Damit senden wir ein wichtiges Signal nach Oppenwehe“, unterstrich Lange. Kritik am bisherigen Vorgehen übte hingegen Sebastian Allhorn (Grüne): „Ich fühle mich hintergangen. Es ist dort alles daneben gelaufen.“ Dass die Räume den DIN-Vorschriften angepasst werden müssen, sei für ihn nachvollziehbar, aber das „Tor-Desaster“ hätte rechtzeitig angezeigt werden müssen. Denn das Hallentor des bisherigen Feuerwehrgerätehauses in Oppenwehe ist für das Löschfahrzeug nicht hoch genug. Diese Tatsache hatte unter anderem dazu geführt, dass die Pläne verworfen und überarbeitet werden mussten.

Aktuell sieht der Betriebsausschuss vor, 277550 Euro aus dem Wirtschaftsplan 2015 ins nächste Jahr zu übertragen und darin weitere 280000 Euro bereitzustellen. Denn die ursprünglich fixierten Kosten von rund 118000 Euro wurden revidiert – inzwischen ist in den Plänen von 540000 Euro die Rede. „Das ist eine enorme Steigerung“, bestätigte Weingärtner, der keinen weiteren Planer einbeziehen will. „Jedes Mal wenn wir das machen, erhöhen sich die Kosten“, meinte der Vorsitzende des Betriebsausschusses.

Alle Entscheidungen seien zudem unabhängig von möglichen Fördergeldern, informierte Astrid Lanfer. Die Kämmerin der Gemeinde Stemwede hatte dabei die rund 195000 Euro im Blick, die der Gemeinde durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz zugute kommen könnten. Bürgermeister Kai Abruszat hatte zugesichert, diese finanzielle Unterstützung vom Land an die Feuerwehren weiterzuleiten.

abo

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