Gemeinde sucht dringend Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber / Westruper Grundschule im Blick

Stemwede erreicht Kapazitätsgrenze

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Eine Wohnung in der Grundschule Westrup wird hergerichtet. Zudem könnte die Schule eine Erstaufnahme-Unterkunft werden.

Rahden - Kommunen stoßen angesichts des aktuellen Zuzugs von Flüchtlingen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit – darauf macht Stemwedes Ordnungsamtleiter Werner Bahnemann in einer Pressemitteilung aufmerksam. Das treffe auch auf Stemwede zu: „Wir sind an der absoluten Unterbringungskapazitätgrenze“, verdeutlicht er auf Nachfrage. Allein in diesem Monat seien 40 Flüchtlinge in der Flächengemeinde eingetroffen. Für die kommende Woche reiche der zur Verfügung stehende Wohnraum, dann werde es eng.

Bahnemann ruft nochmals dazu auf, verfügbaren Wohnraum der Gemeinde anzubieten (Telefon 05745/ 78899300 oder E-Mail an w.bahnemann@stemwede.de). Denn die dezentrale Unterbringung bleibe Ziel der Gemeinde.

„Neben der verstärkten Suche nach Wohnraum wird selbstverständlich auch in gemeindlichem Eigentum befindlicher Raum herangezogen. Dabei konnte bislang vermieden werden, Vereinen und Vereinigungen und damit der Bevölkerung ihre gewohnte Nutzung gemeindlicher Einrichtungen zu entziehen“, heißt es in der Mitteilung. Der Unterbringungsdruck veranlasse jedoch dazu, Prüfungen, Planungen und sogar vorbereitende Maßnahmen zur Nutzung der früheren Grundschule Westrup, des Obergeschosses der früheren Schule Twiehausen, der Obergeschosswohnung des Sportheimes Oppendorf und der Obergeschosswohnungen im Kindergarten Dielingen voranzutreiben.

Man sei dabei, eine ehemalige Hausmeisterwohnung in der Westruper Grundschule herzurichten. Bahnemann betont, dass es sich dabei um eine Wohnung handle, die dem Konzept der dezentralen Unterbringung gerecht werde. Das treffe auch auf die möglichen Unterkünfte in Oppendorf und Dielingen zu.

Ferner gebe es Planungen, die anderen Räume der Grundschule Westrup als eine Unterkunft zur Erstaufnahme herzurichten. Der Ordnungsamtleiter verdeutlicht, dass es sich dabei nur um eine Übergangslösung handeln könne, bis die Schutzsuchenden in Wohnungen untergebracht werden können. Eine solche Erstaufnahme-Unterkunft sei frühestens Ende November bezugsbereit, schätzt er. Auch das Obergeschoss der Schule in Twiehausen könne allenfalls eine Übergangslösung sein.

Ob und inwieweit die Nutzung der Räume notwendig wird, ist laut Bahnemann davon abhängig, wie viele Wohnungen die Gemeinde anmieten kann. Fast täglich würden Mitarbeiter welche besichtigen – doch „nicht jedes Gespräch führt zum Erfolg“, weiß er. Er bedankt sich bei allen Helfenden, insbesondere dem Arbeitskreis Asyl: „Mit wie viel Freude und Engagement sich hier Menschen einbringen, kann nur immer wieder lobend erwähnt werden. Das ist gelebte Willkommenskultur.“

ks

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