Gebäude mit Umkleiden und Duschen soll zur nächsten Saison fertig sein

Beim TC Destel geht‘s voran: Das Grundgerüst steht

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Eine Firma stellte gestern das Grundgerüst auf. Das Gebäude, in dem bald Duschen und Toiletten sein sollen, steht direkt neben dem Tennisplatz des TC Destel.

Destel - Von Katharina Schmidt. Der Tennisclub (TC) Destel stand kurz vor dem Aus: Seit einem Brand vor zwei Jahren fehlen den Mitgliedern Duschen an ihrem Tennisplatz. Anlagen, ohne die ein geregelter Spielbetrieb auf lange Sicht nicht möglich ist. Doch die missliche Situation soll bis zum Beginn der kommenden Saison, Anfang Mai, enden: Der Verein baut ein kleines Gebäude, in dem Duschen, Umkleiden und Toiletten Platz finden sollen. Seit gestern steht das Grundgerüst für den Neubau.

Eine Stemweder Zimmerei stellte die Holzrahmen innerhalb von zwei Tagen direkt neben dem Tennisplatz auf. Die Grundrisse der Räume sind schon jetzt zu erkennen: Hinter der Eingangstür geht es geradeaus zu zwei Toiletten, eine für Damen und eine für Herren. Links und rechts führen – noch nicht eingebaute – Türen zu Umkleiden, die an die Duschen grenzen. Außerdem ist ein kleines Lager und ein Raum für die Wasser- und Stromtechnik vorgesehen. All das findet auf 48 Quadratmetern Platz. Darüber hinaus soll die Überdachung neben dem Vereinsheim bis zum neuen Gebäude, das auf gleicher Höhe ein paar Meter weiter nördlich steht, fortgeführt werden.

Tennisspieler

packen mit an

Um die Pläne zu realisieren, ist laut Bernd Wankelmann, Vorsitzender des Tennisclubs, vor allem die Mitarbeit der Vereinsmitglieder gefragt. In Eigenregie wollen die Tennisspieler sogenannte Sandwichplatten als Außenwände anbringen und sich später um die Inneneinrichtung kümmern. Das Gebäude wird um die 45000 Euro kosten, schätzt Wankelmann. Die Gemeinde bezuschusst den Bau mit 15200 Euro. Der Rest kommt aus den Taschen von Sponsoren und Vereinsmitgliedern. Die komplette Summe kann der Verein noch nicht vorweisen, 3500 Euro fehlen noch. „Aber bis nächstes Jahr haben wir das hoffentlich zusammen“, zeigt sich Wankelmann zuversichtlich.

Denn auswärtige Mannschaften auf einem Platz ohne Duschen begrüßen? Laut dem Vorsitzenden unmöglich. Bisher haben die Spieler des TC Destel ihre Punktspiele in Hedem gespielt. Zum Training sind sie in Destel geblieben.

„Bei uns auf dem Platz ist jeden Tag was los“, sagt Wankelmann und beginnt aufzuzählen: montags trainieren die Damen, dienstags die Männer 50, mittwochs die Männer 65, donnerstags wieder Damen und freitags sei Jugendtraining. Der Verein bestehe fast ausschließlich aus aktiven Mitgliedern.

Der Großteil habe freundlich auf die Situation in den vergangenen Monaten reagiert. Doch nicht alle konnten sich damit arrangieren: „Einige sind ausgetreten“, bedauert Vorsitzender Wankelmann und sagt weiter: „Wir sind ganz froh, wenn wir bald fertig sind.“

Ursprünglich sollten die Sanitäranlagen schon im Mai diesen Jahres stehen. Aber der Bauantrag und die damit einhergehenden Formalitäten haben laut dem Vorsitzenden viel Zeit in Anspruch genommen. Außerdem mussten manche Planungen aufgrund von Brandschutzauflagen verändert werden.

Durch den Bauantrag sehen sich die Spieler laut Wankelmann nun auch mit neuen Auflagen konfrontiert. Stichwort Lärmschutz: Tagsüber dürften sie nun nicht mehr lauter als 60 Dezibel – die Lautstärke eines Gespräches – sein, nachts liege die Grenze bei 45 Dezibel. Das einzuhalten, dürfte laut Wankelmann jedoch kein Problem darstellen.

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