Projekt mit Pilotcharakter

Fünf Einzelmaßnahmen stehen bei Feuerwehr an

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Das Feuerwehrgerätehaus in Destel entspricht nicht mehr den Standards und soll abgerissen werden.

Stemwede - Der Brandschutzbedarfsplan für Stemwede ist beschlossen, jetzt sollen Taten beziehungsweise konkretere Pläne folgen. Daher beschäftigen sich die Ratsmitglieder der Flächengemeinde bei ihrer Sitzung am Mittwoch, 6. Juli, mit den Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Festsaal von Engfer in Dielingen.

In Stemwede werden künftig mehrere Löschgruppen zusammengelegt, was eine Reduzierung der Standorte von 13 auf acht bedeutet. Zugleich müssen für die Gruppen Wehdem-Westrup, Haldem-Arrenkamp, Dielingen-Drohne sowie Levern-Sundern-Niedermehnen neue Häuser her.

Als Standort für Haldem-Arrenkamp ist ein Neubau an der Straße Schmiedekamp vorgesehen. Sollte die Gruppe der Jugendfeuerwehr in Haldem bleiben, könnte der Neubau kleiner und damit auch günstiger gehalten werden, planen die Experten.

Für die Dreiergruppe um den Stemweder Stiftsort könnte es ein Gerätehaus im Gewerbegebiet Butenbohm geben. Um den Neubau für die Löschgruppe Wehdem-Westrup wurde bereits vielfach diskutiert. Nach wie vor gilt eine Fläche an der Stemweder-Berg-Straße in Westrup als Favorit. Allerdings sind der Erschließungs- und Entwässerungsaufwand ein großes Problem.

Aber auch die Alternative am Steinkamp geht mit einem hohen Erwerbsaufwand einher, zudem ist der Standort von den Löschgruppen nicht gewünscht, heißt es in der Vorlage zur Ratssitzung.

In Drohne soll im Gewerbegebiet an der Toplage ein Neubau hochgezogen werden – das Grundstück gehört der Gemeinde und ist damit bereits verfüg- sowie auch bebaubar. Auch die Löschgruppe Destel kommt um einen Neubau nicht herum, da die Wehr jetzt in nicht mehr den Standards entsprechenden Räumen untergebracht ist. An der Desteler Straße könnte das neue Haus entstehen, die Gemeinde prüft noch die Verfügbarkeit.

Die alten Gebäude sollen zum Großteil von der Gemeinde vermarktet werden. Durch den umfangreichen Neubau der insgesamt fünf Feuerwehrgerätehäuser in der Flächengemeinde ergibt sich für die Verwaltung ein hoher finanzieller Aufwand. Derzeit gehen die Planer von mehreren Millionen Euro aus. „Es gibt unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen“, informiert die Verwaltung – erste Gespräche mit Partnerschaften seien bereits geführt worden, heißt es in den Ratsunterlagen.

Die Projektkonzeption weist der Auffassung der Gutachter zufolge einen Pilotcharakter auf, da es sich um fünf Einzelmaßnahmen handelt. Daher sollen entsprechende Unterlagen und Musterausschreibungen erfolgen, damit diese für künftige Vorhaben zur Verfügung stehen.

Die Verwaltung rechnet bis September nächsten Jahres mit den ersten Vertragsabschlüssen.

abo

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