Fünf Eingangsklassen an den Grundschulen

Talsohle wird erst in vier Jahren erwartet

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An der Grundschule in Oppenwehe sollen zum neuen Schuljahr zwei Eingangsklassen gebildet werden. Archivfoto: Pröpper

Stemwede - Der Gemeinde Stemwede liegen bislang 92 Anmeldungen für die drei kommunalen Grundschulen vor, gerechnet wird mit bis zu 94 Anmeldungen. In Haldem sind bereits 37 Kinder angemeldet, in Oppenwehe 30 und in Levern 25. Daraus ergibt sich eine so genannte kommunale Klassenrichtzahl von fünf – es werden also im Schuljahr 2016/2017 fünf Eingangsklassen gebildet. Diese teilen sich wie folgt auf: In Levern wird es eine Eingangsklasse, in Haldem und auch in Oppenwehe zwei Klassen geben.

Mehr als die Hälfte der Kinder aus dem ehemaligen Bezirk der Grundschule Westrup wurden in Oppenwehe angemeldet, jeweils 15 Prozent in Haldem und Levern, berichtete Schulamtsleiter Jörg Bartel nun in der Schulausschusssitzung. Weiterhin gebe es Schüler aus dem niedersächsischen Raum, die eine Schule in Stemwede besuchen. Aus Stemwede fahren aber auch einige Kinder nach Espelkamp oder Rahden, so Bartel.

Während der Zusammenkunft in der Haldemer Grundschule machte Bürgermeister Kai Abruszat erneut darauf aufmerksam, dass die drei bestehenden kommunalen Grundschulen bis zum Schuljahr 2019/2020 fortgeführt werden sollen. Dann rechne man den Prognosen der Geburtenzahlen nach mit einer „Talsohle bei den Einschulungen“, sagte Bartel.

Die Schulentwicklungsplanung wird gemäß dem Beschluss von Mittwochabend fortgeschrieben. Danach soll das zuständige politische Gremium nach Absprache mit den Eltern, Kindergartenleitern und der Verwaltung – sprich aller beteiligten Akteure – Vorschläge erarbeiten, falls konkret absehbar werden sollte, dass der Schulbetrieb an einem Standort aufgrund der Unterschreitung der Anmeldezahlen nicht mehr möglich ist. Während Ralf Nünke (FDP) zunächst darauf bestand, dass dieser Passus entfernt wird, stimmte er zu, als er um die Abfrage des Willens aller Beteiligten erweitert wurde. „Wir wurden schon bei der Gesamtschule überfahren“, erinnerte Nünke.

Ferner sollen Flächenüberhänge in den Schulgebäuden anderweitig, „ohne Beeinträchtigung des Unterrichts“, genutzt werden. Dadurch soll die wirtschaftliche Situation verbessert werden. Für Abruszat steht aber zunächst die Verfügbarkeit von qualifiziertem Schulraum im Fokus. „Wir haben eine Planungssicherheit gegeben und es besteht aktuell keine Notwendigkeit, uns andere Gedanken zu machen“, betonte der Bürgermeister. Er versprach für die nächsten vier Jahre „ein sicheres Umfeld“.

Ein zusätzlicher Aspekt, der sich in Zukunft auf die Entwicklung an den Schulen und Kindergärten auswirken wird, sei die Flüchtlingspolitik, führte Abruszat weiter aus. „Nicht nur, dass die Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen kommen“, so der Verwaltungschef, „es ist auch ein enormes finanzielles Engagement nötig, um die Aufgaben in der Schullandschaft zu bewältigen“.

Für die bisherige gute Vorbereitung der Flüchtlingskinder auf den Schulbesuch bedankte sich in diesem Zusammenhang Heike Hachmann als Leiterin der Stemweder-Berg-Schule bei Waltraut Holtkamp und Andrea Herrmann.

abo

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