Dani Wilde und Tabitha Smith rocken im Life House / Fan reist aus Hannover an

Frauen haben den Blues – und trotzdem jede Menge Spaß

Frauenpower auf der Life-House-Bühne: Dani Wilde und ihre Bassistin Victoria Smith.  - Fotos: Mattlage

Wehdem - Von Mareile Kurtz. Erdigen Blues, energiegeladenen Rock und ehrliche Folk-Songs gab es am Samstagabend im Life House in Wehdem zu hören, als auf Einladung des JFK Stemwede zuerst Support-Sängerin Tabitha Smith und anschließend die Singer-Songwriterin Dani Wilde plus Bassistin Victoria Smith und Drummer Jack Bazzani die Bühne eroberten. Den rund 120 Gästen bewiesen sie mit genüsslich ausgespielten Instrumenten und charaktervollen Stimmen, wie viel Kraft in einem zarten Frauenkörper stecken kann. Im Falle von Dani Wilde übrigens auch trotz Erkältung.

Sowohl bei Support-Sängerin Tabitha als auch bei Headlinerin Dani Wilde wollten die Outfits – kurze Kleidchen, High Heels, rosa Blume im Haar – nicht so recht zur Musikrichtung passen, was ein wenig irritierend wirkte, die ganze Sache aber wiederum auch sympathisch machte. Um einer abgenutzten Formulierung neues Leben einzuhauchen: Die beiden Britinnen passen in keine Schublade. Dem laut Fachliteratur gängigen Blues-Bild „ländlich, männlich, einsam, ziellos, besitzlos, unkommerziell und durchdrungen von Kummer und Leid“ entsprechen sie jedenfalls definitiv nicht, wenngleich in ihren gesungenen Geschichten auch Wehmut und Melancholie zu finden waren.

Besonders die 30-jährige Dani Wilde, die seit zehn Jahren auf der Bühne steht und bereits sechs Studioalben herausgebracht hat, ist nicht leicht zu kategorisieren. Elemente verschiedener Stile wie Blues, Country, Rock’n’Roll und Gospel kombiniert sie zu ganz eigenen Popsongs. Mal spielte sie die Saiten ihrer Akustikgitarre ganz zart, mal haute sie in ihre E-Gitarre, dass der ganze Raum vibrierte.

Beeindruckend war auch die Leistung von Bassistin und Strahlefrau Victoria Smith, der die gute Laune einfach nicht auszugehen schien. Sie habe auch schon jede Menge Erfahrung in Punk-Bands gesammelt, wusste ein passionierter Fan zu berichten. Dieser war extra aus Hannover angereist und hatte den Künstlern zur Stärkung sogar Muffins mitgebracht.

Drummer Jack Bazzani ging aller Frauenpower zum Trotz dennoch nicht unter, sondern erntete für sein treibendes Schlagzeugspiel jede Menge Anerkennung des Publikums. Dieses nutzte die Umbauphasen, um über Blues-Größen und die Entwicklung der Szene zu fachsimpeln und bei Bier und Pizza neue Bekanntschaften mit Gleichgesinnten zu schließen.

„I feel the blues“ lautete eine von Dani Wildes gesungenen Zeilen. Das traf auf die Künstler wie auf die Zuhörer zu. Spaß hatten sie alle trotzdem jede Menge.

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