Nachnutzung für Aldi-Gebäude rückt näher

Flexiblere Vorschriften sollen Posten-Börse ermöglichen

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Derzeit steht das Gebäude des ehemaligen Aldi-Marktes in Levern leer. Doch bald könnte die Posten-Börse dort eine Filiale eröffnen. Einer dazu nötigen Änderung des Bebauungsplans stimmt der Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss zu.

Levern - Leere Stellplätze, Unkraut und abgeklebte Fenster und Türen – dieses Bild bietet sich all denen, die sich auf den Parkplatz des ehemaligen Aldi-Marktes in Levern verirren. Doch bald könnte wieder Leben in das leerstehende Geschäftsgebäude an der Niederdorfer Straße zurückkehren. Die Sonderpostenmarkt-Kette Posten-Börse will dort eine Filiale eröffnen.

Der Bau,- Planungs-, und Umweltausschuss hat den Weg zur Beseitigung des Leerstands am Mittwoch geebnet. Er stimmte in seiner Sitzung einer Änderung des Bebauungsplanes „Sonderbaufläche an der L770“ im vereinfachten Verfahren einstimmig zu. Die Änderung ist laut Bauamtsleiter Cord Hegerfeld nötig, da der Bebauungsplan an der Stelle des ehemaligen Aldi-Marktes bisher nur Lebensmittel-Discounter zugelassen hat.

Die Artikel, die künftig in dem Geschäftsgebäude verkauft werden dürfen, sollen in drei Gruppen unterteilt werden: zentrenrelevante Sortimente (Schreibwaren, Spielwaren, Textilien, Haushaltswaren und Geschenkartikel), nahversorgungsrelevante Sortimente (Lebensmittel, Drogerieartikel) und nicht-zentrenrelevante Sortimente (Garten- und Pflanzenbedarf, Tiernahrung, Gartenmöbel, Baumarktartikel). Für die zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimente sind Obergrenzen vorgesehen. Zusammen sollen sie beispielsweise nicht mehr als 60 Prozent der Verkaufsfläche einnehmen dürfen.

In der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt es, dass die Einrichtung eines Sonderpostenmarktes keine optimale Folgenutzung für das Objekt darstelle und Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Umgebung haben könnte. Ein langfristiger Leerstand hätte laut Verwaltung jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen negativen Effekt auf das nähere Umfeld, insbesondere auf das direkt angrenzende E-Center.

Bürgermeister Kai Abruszat ist überzeugt, dass der Leerstand in einigen Monaten beseitigt sein kann. „Ich finde es wichtig, dass unser Bauamt hier Tempo macht“, verdeutlichte er. „Die Märkte funktionieren“, so sein Eindruck von den Filialen der Posten-Börse.

ks

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