Finn Hohlt und Jonathan Beening sammeln Unterschriften für Treffpunkt am Sportplatz / Kosten: rund 20000 Euro

Dielinger Jugendliche planen Skateranlage

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Auf seinem Skateboard übt Jonathan Beening Sprünge und Drehungen.

Dielingen - Von Katharina Schmidt. Nach der Schule steigen Finn Hohlt und Jonathan Beening meistens direkt aufs Skateboard. Allerdings gibt es ein Problem: „So ein Board macht echt viel Lärm“, gibt Jonathan zu. Manche Anwohner kämen sogar aus ihren Häusern, um die 14-jährigen Dielinger von der Straße zu vertreiben. Damit sowohl die Anwohner als auch die Skater in Zukunft ihre Ruhe haben, planen die Jugendlichen eine Skateranlage.

Für ihr Ziel legen sich die 14-Jährigen ganz schön ins Zeug: Sie zeichnen Skizzen, suchen Sponsoren und sammeln Unterschriften. Mehr als 200 Dielinger und Drohner haben bereits unterzeichnet, dass sie die Idee der Jungs gutheißen.

Mit den Unterschriften wollen Finn, Jonathan und der dritte Initiator, Johann Elbers, die Gemeinde überzeugen, ihnen die nötige Fläche zur Verfügung zu stellen – laut ihnen der schwierigste Teil ihres Vorhabens. Die Anlage soll am Sportplatz neben dem Volleyball-Feld entstehen. „Da würde sie am wenigsten stören“, sind sich die Jugendlichen einig. Ihre Skizzen sehen Stufen und Rampen auf einer Fläche von 30 mal 15 Metern vor.

Dass das Ganze nicht billig wird, wissen die Jungs. „So um die 20000 Euro wird das schon kosten“, schätzt Jonathan. Das Geld wollen sie durch Spenden und Sponsoren zusammenkratzen. Außerdem ziehen sie in Betracht, Zuschüsse aus Sportfördertöpfen zu beantragen.

Finn und Jonathan sind nicht die einzigen Skater aus Dielingen und Umgebung. Allein in Dielingen gebe es mindestens 30, Tendenz steigend, sagen die Jugendlichen. „Die Nachfrage für die Anlage ist auf jeden Fall da“, ist sich Finn sicher. Er kann sich vorstellen, dass auch junge Leute aus Levern zum Skaten nach Dielingen kommen würden. Die 14-Jährigen haben bereits einen „tollen Treff für Jugendliche“ vor Augen.

Alternativen gebe es in der näheren Umgebung kaum. In Lemförde stehe zwar eine Anlage, die sei aber eher für BMX-Räder konzipiert. „Da gibt‘s keine Sachen für Skateboarder“, meint Jonathan. Die nächste geeignete Anlage befinde sich in Osnabrück. Eine Ticket dorthin koste jedoch 8,10 Euro – auf Dauer zu teuer für die Schüler des Rahdener Gymnasiums. Außerdem sei es blöd, jedesmal ganz nach Osnabrück zu fahren.

Jonathan skatet seit etwa einem Jahr. „Ich wurde dadurch motiviert, dass ich ihm zugesehen habe“, sagt er und weist auf Finn. Der hat nur eine Woche vorher mit dem Sport angefangen. „Bei uns in Dielingen gab es davor schon ein paar Skater“, sagt er. „Ich fand's cool und wollte es ausprobieren.“

Skaten sei ein „freier Sport, man kann machen, was man will. Das ist das Coole“, beschreibt Finn den Reiz seines Hobbys. Jonathan bestätigt: „Man ist an nichts gebunden.“ Es gehe zudem nicht darum, gut zu sein, sondern was mit Freunden zu machen.

Sich auf dem Skateboard zu halten, kann man den Jugendlichen zufolge binnen einer Woche lernen, man müsse sich nur trauen. Klar, bei dem Sport falle man auch mal hin, erzählt Finn, „aber das ist nicht so schlimm“. Wie oft man sich auf die Nase legt, hänge auch davon ab, an welche Tricks man sich wage. Kompliziertere Drehungen oder Sprünge zu lernen, kann laut Jonathan dauern: „Das können manchmal auch Monate sein.“ Man müsse einfach am Ball bleiben.

Das wollen die Jungs auch bezüglich ihres Ziels, der Skateranlage. Sie planen, bald den Antrag an die Gemeinde zu stellen. Bis dahin sammeln sie weitere Unterschriften und suchen nach Sponsoren und helfenden Händen. Wer sie unterstützen möchte, findet entsprechende Unterschriftenlisten in den örtlichen Geschäften.

Finn und Jonathan bedanken sich bei allen, die sie unterstützen. Insbesondere bei Peter und Christa Kampe von der Gaststätte Vahrehorst. „Die haben uns mehr unterstützt als alle anderen“, betont Jonathan.

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