Feuerwehren und THW nach Starkregen über der Gemeinde Bad Essen stundenlang im Einsatz

Unwetter flutet Straßen und Keller

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Aufgrund der Wassermassen mussten Einsatzkräfte zahlreiche Keller auspumpen, wie in Lintorf.

Bad Essen - Ein schweres Unwetter zog in der Nacht zu Dienstag mit Gewittern und Starkregen über die Gemeinde Bad Essen (Landkreis Osnabrück) hinweg. Betroffen waren die Ortschaften Lintorf, Linne, Barkhausen, Hüsede, Eielstädt und Rabber. Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) waren stundenlang im Einsatz, um Keller abzupumpen. In der Summe gab es etwa 20 Einsätze.

Um 22.23 Uhr wurde die Feuerwehralarmeinheit Hüsede, Barkhausen und Linne zum Schullandheim in Barkhausen gerufen. Dort war ein Keller voll gelaufen. Einige Minuten später traf die Meldung eines Wassereinbruchs in der Firma Homann in Lintorf ein. Die Ortsfeuerwehr Lintorf und das Technische Hilfswerk aus Bad Essen wurden alarmiert. Große Wassermassen waren vom Hang heruntergelaufen und in das Betriebsgebäude eingedrungen. Da inzwischen mehrere Einsätze in Lintorf anstanden, kümmerte sich Helfer des THWs um das Abpumpen des Kellers bei der Firma Homann, während die Feuerwehrkräfte andere Aufträge erledigten.

Von der Straße An der Apke lief Wasser in Strömen bergab. Die Gullys auf der Lintorfer Straße konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Straße stand unter Wasser und war nicht passierbar. Der Bauhof stellte Baken zur Sperrung auf.

Erheblichen Schaden richtete das Wasser zudem in einer Lintorfer Fleischerei an. Es drang in den Verkaufsraum und den Keller ein. Die Feuerwehr setzte Pumpen ein. Mehrere Keller mussten Einsatzkräfte auch im Gebiet um die Sana-Allee auspumpen. Weitere Ortsfeuerwehren aus Rabber, Brockhausen, Heithöfen, Wimmer, Dahlinghausen, Hördinghausen und Bad Essen/Eielstädt/Wittlage wurden gerufen. Zur Firma Kesseböhmer in Dahlinghausen und zu einem Keller in Eielstädt musste die Feuerwehr ebenfalls zum Pumpeneinsatz ausrücken. Die Feuerwehren Lintorf und Bad Essen nahmen die Einsätze auf und gaben sie an die Freiwilligen weiter.

An der Buerschen Straße in Linne, wo die Hunte unter der Fahrbahn durchgeführt wird, trat der Fluss über die Ufer. Das Wasser stand stellenweise einen halben Meter über der Straße. Vom Rattinghauser Berg strömten ebenso Wassermassen, die an der Kreuzung Hustädter Straße/Hüseder Straße die Fahrbahn fluteten. In Rabber stieg das Wasser bei der Brücke an der Huntestraße bedrohlich an. Der Pegel erreichte die Unterkante des Tragwerks.

Gegen 1 Uhr entspannte sich die Lage. Um 1.46 Uhr gab es dann erneut Alarm. In Rabber kam es bei Grundstücken an der Hunte zu zahlreichen Überschwemmungen. Der Keller eines Wohnhauses an der Straße Am Rabewerk war bis zur Decke geflutet.

Verletzt wurde niemand. Gegen 2.30 Uhr schlossen das THW und die Feuerwehr die Hilfsmaßnahmen ab. Zeit zum Erholen blieb ihnen nicht viel: Am Dienstagmorgen wurden sie erneut alarmiert: „Keller auspumpen, Gebäude am Steinbrink“, hieß die Meldung.

hdu

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