Ferienspielangebot „Stemwede erleben“ zeigt Kindern ihre Heimat und vermittelt Wissen rund um die heimische Flora und Fauna

Schmuggler, Wichtel und der Weg vom Korn zur Pizza

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Acht Jungen und Mädchen verbrachten eine ereignisreiche Woche in ihrer Heimat. Gemeinsam mit (hinten v.l.) Waltraud Holtkamp, Heinrich Rust, Doris Blömker, Friedhelm Kohlwes, Karin Klanke und (vorn) Klaus Winkelmeier erkundeten sie die Natur und Sehenswürdigkeiten der Flächengemeinde Stemwede.

Stemwede - Knapp 14000 Einwohner auf 165 Quadratkilometer Fläche – viel Gegend und doch oder gerade deswegen gibt es in Stemwede viel zu entdecken. Ihre Heimat erkundeten und erlebten in der vergangenen Woche acht Kinder im Rahmen der Ferienspiele. Von ihren Erlebnissen und neu gewonnenem Wissen berichteten Pauline, Lias, Matthias, Oskar, Lisa, Brian, Juliane und Lenja ihren Eltern am Freitag im Heimathaus in Levern.

„Wir waren viel unterwegs“, eröffnete Sozialpädagogin Waltraud Holtkamp aus Sundern das Treffen. Gemeinsam mit Klaus Winkelmeier und Friedhelm Kohlwes hatte sie die Truppe an allen fünf Tagen begleitet. Am Montag ging es mit einem Besuch in Sundern los. Dort erklärte Ortsheimatpfleger Günter Ahlers den Kindern die historischen Gegebenheiten, während die Jungen und Mädchen mit Salz im Gepäck auf dem Schmugglerpfad wanderten. Dieser führte nicht nur an zahlreichen Ameisenhaufen vorbei, sondern schließlich zur Susenburg nach Bad Essen.

Über die heimische Flora und Fauna berichtete den Ferienkindern am Dienstag dann Luise Lahrmann aus Niedermehnen. Bei der Ziegelei und an den Tonkuhlen des Ortes gab es farbenfrohe Schnecken zu bewundern. Auf dem Hof der Ortsheimatpflegerin aus Niedermehnen war dann die Kreativität der Kinder gefragt: Mit Ton erstellten sie kleine Figuren. Die entstanden Werke – beispielsweise fertigte Pauline eine Eule und einen Wichtel, Oskar einen Pilz und Lisa einen Smiley – durften die Kinder mit nach Hause nehmen.

Gleiches galt für die Waldwichtel, die sie am Mittwoch in Twiehausen gemeinsam mit Doris Blömker gebunden hatten, und die Armbänder, die am Freitag im Heimathaus in Levern angefertigt wurden.

Mit Begeisterung berichteten die Kinder ihren Eltern auch vom leckeren Essen am Donnerstag. Am vorletzten Tag der Aktion „Stemwede erleben“, die die jeweiligen Ortsheimatpfleger gemeinsam mit dem Team des Vereins Jugend, Freizeit und Kultur auf die Beine gestellt hatte, zeigte Destels Heimatpfleger Horst Richter den Weg vom Korn zur Pizza und wo Lebensmittel herkommen. Anschließend probierten sich die Jungen und Mädchen noch beim Bogensport aus.

Faszination für altes

Gerät im Heimathaus

Viel Spaß bereiteten den Kindern auch die Arbeiten im Heimathaus in Levern, die Heinrich Rust als Einrichtungsleiter und Karin Klanke von der Webgruppe beaufsichtigten. Aus Flachs, der in Oberbauerschaft geerntet wurde, produzierten die Teilnehmer des Ferienspielangebots Leinen und flochten aus dem weichen Stoff schließlich Arm- beziehungsweise Haarbänder. Besonders faszinierte sie dabei das alte Gerät, das im Heimathaus in Levern aufbewahrt wird. Mit dem historischen Flachsbrecher trennten sie die Fasern, später webten die Mädchen an antiken Webstühlen.

abo

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