FDP-Ortsverband wählt Kai Abruszat einstimmig als Bürgermeisterkandidaten

Dauerbaustelle Haushalt

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Günter Grube (l.) und Wolfgang Fricke (r.) vom FDP-Ortsverband gratulieren Kai Abruszat, der das einstimmige Votum für die Wahl des Bürgermeisterkandidaten bekam.

Stemwede - Ein einstimmiges Votum für Kai Abruszat war am Montagabend das Ergebnis der Wahlversammlung der FDP zur Nominierung ihres Bürgermeisterkandidaten. Nachdem sich der Landtagsabgeordnete vor etwa zwei Monaten bei den Christdemokraten vorgestellt hatte, gehören ihm nun auch alle neun Stimmen der wahlberechtigten Liberalen, die zur Aufstellungsversammlung in den Stemweder Hof gekommen waren.

„Wer wissen will, wohin er geht, muss wissen, wo er steht“, lautet Abruszats Credo und er weiß wohin die Reise gehen soll. Als Bürgermeister für Stemwede möchte er kurze Entscheidungswege zur Verwaltung schaffen, eine gute Wirtschaft und Infrastruktur erhalten sowie die hausärztliche Versorgung sichern. „Stemwede ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort“, lobte der 45-jährige Vater zweier Kinder, der im Mühlenkreis verwurzelt ist.

Nach Abitur und Grundwehrdienst in Minden studierte Abruszat Jura in Münster. „Meine ersten kommunalpolitischen Erfahrungen habe ich als stellvertretender Landrat gesammelt“, erinnerte sich der Bürgermeisterkandidat von FDP und CDU. Später war Abruszat Beigeordneter der Stadt Porta Westfalica, Mitglied der Bundesversammlung sowie seit 2010 Mitglied des Landtags. „Meine juristischen, verwaltungstechnischen und politischen Erfahrungen bringe ich gerne in Stemwede ein“, erklärte Abruszat den Liberalen und Gästen von CDU und FWG.

Eine zuverlässige Wirtschaftsförderung, den Ausbau des Breitbandnetzes und die Sanierung der Verkehrswege hat sich Abruszat zum Ziel gesetzt. „Im ländlichen Raum, und Stemwede mit seinem 160 Quadratmeter Gemeindeverbandsgebiet gehört dazu, sind Wirtschaftswege wichtig“, zeigte Abruszat auf und verkündete, dass die Fahrbahndecke der L767 erneuert wird.

Aktuelle Nachrichten hatte Abruszat zum Thema Polizeistellen. Landesweit seien 326 Stellen bei der Polizei unterbesetzt. Demgegenüber ständen aber 3,3 Millionen Überstunden: „Das ist ein Unding“, so das Urteil des Politikers, der sich dafür einsetzen will, dass Stemwede bei der Polizeipräsenz nicht vernachlässigt wird.

„Kernaufgaben gibt es viele, aber eine Dauerbaustelle bleibt der kommunale Haushalt“, schnitt Abruszat Stemwedes Haushaltskonsolidierung an. Bislang seien die Kommunen von der Bundesregierung mit ihren Problemen alleingelassen worden, auch in Sachen Flüchtlingspolitik. Abruszat fordert, dass „Bund und Land auch Stemwede bei der Herausforderung stärker unterstützen“.

Da die Gemeinde aber nicht darauf warten solle, müsse die Haushaltspolitik als „zentrales Steuerelement der Gemeindeentwicklung“ begriffen werden. Die angedachte Bürgerbeteiligung ist Abruszat zufolge zwar ein guter Ansatz, „am Ende des Tages werden aber Rat und Verwaltung die Entscheidungen treffen müssen“. Dazu müssten sich die Verantwortlichen entscheiden, welche Infrastruktur aufrechterhalten bleiben kann.

abo

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