FCO-Vereinsmitgliedern investieren 1600 Stunden ins Lehrschwimmbecken

Erspartes fließt in Heizung

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Ralf Nünke (l.) zeigt den Ausschussmitgliedern die Fortschritte der Arbeiten im ehemaligen Lehrschwimmbecken in Oppenwehe – alles in Eigenregie der Vereinsmitglieder.

Oppenwehe - Bis zum Winter wird sie noch durchhalten, doch dann wird eine neue Anlage unumgänglich sein. Die 16 Jahre alte Heizung im Vereinsheim des FC Oppenwehe (FCO) hat im Frühjahr „ihren Dienst quittiert“ und wurde bislang nur provisorisch repariert. Daher besteht Handlungsbedarf, machte FCO-Vorsitzender Ralf Nünke nun den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Generationen, Sport und Kultur bei einem Vor-Ort-Termin deutlich.

Die vorläufige Reparatur hat den Sportverein bereits 700 Euro gekostet, erinnerte Nünke. Die für die Arbeiten beauftragte Fachfirma habe dabei aber sogleich deutlich gemacht, dass die Heizung nach spätestens einem Jahr „endgültig den Geist aufgeben wird“. Zum Winter müsse daher eine Lösung her, so Nünke. Nachdem sich die Vereinsverantwortlichen über Angebote informiert hatten, haben sie einen Antrag an die Gemeinde gestellt, um einen Zuschuss gemäß der Vereinsförderrichtlinien zu bekommen.

Im Rahmen eines Übertragungsvertrags – das Oppenweher Sportlerheim ist Eigentum des FCO – erhält der Verein jährlich 340 Euro für die laufende Gebäudeunterhaltung sowie eine weitere Zuwendung von 1840 Euro für die Betriebskosten von der Gemeinde.

Aufgrund der regen Aktivitäten der Vereinsmitglieder in unterschiedlichen Bereichen und dem „unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement, das sich in der Vergangenheit bei Umgestaltungen gezeigt hat“, würde die Verwaltung dem Verein gerne einen Zuschuss gewähren. Doch die finanzielle Unterstützung kann die Gemeinde aufgrund der knappen Haushaltslage derzeit nicht leisten, erklärte Jürgen Gläscher als Ausschussvorsitzender der Versammlung.

Bei den derzeit noch laufenden Arbeiten am ehemaligen Lehrschwimmbecken, für die die Vereinsmitglieder neben den Materialkosten schon 1600 Stunden in Eigenregie investiert haben, zeichnet sich laut Nünke ab, dass nicht die gesamte Summe der zur Verfügung stehenden Mittel gebraucht werde.

„Wir können einen Teil auf die Heizungsanlage übertragen“, so der Vorsitzende, der derzeit mit einer Summe von etwa 2000 Euro rechnet. „Ich muss das nochmal genau durchkalkulieren.“ Der Ausschuss begrüßte den Vorschlag. „Das bedeutet, wir haben keine Mehrkosten“, so Wilhelm Riesmeier (SPD). Andernfalls hätte man ihm zufolge die Haushaltsberechnungen für 2016 abwarten müssen, „da wir derzeit sehr unsicher unterwegs sind“. „Das ist ein super Weg“, lobte Andreas Weingärtner (CDU) das Engagement der Oppenweher.

Die Kosten der neuen Anlage, werden sich Nünke zufolge auf rund 5000 Euro belaufen. Der Verein hat sich bei den Angeboten für die teurere Variante entschieden. Bei der Anlage handle es sich um eine bewährte Marke, begründet er. „Wir wollen nichts Besonderes“, unterstrich Ralf Nünke, der jetzt mit den eingesparten Mitteln rechnen kann, wie Schulamtsleiter Jörg Bartel abschließend versicherte.

abo

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