Beziehung als Auslöser?

Familienstreit: Drei Menschen durch Messerstiche verletzt

Stemwede - Drei Personen wurden am Samstag bei einem Streit durch Messerstiche verletzt. Ein 43-Jähriger wurde vorläufig festgenommen.

Bei dem Streit unter vier Männern sind drei Mitglieder einer Familie aus Stemwede-Dielingen vor deren Haus durch Messerstiche zum Teil erheblich verletzt worden, teilt die Polizei mit.

Nach einer Erstversorgung durch Rettungssanitäter kamen die Verletzten, ein 40-jähriger Familienvater, dessen 19-jährige Sohn sowie ein 35-jähriger Onkel, in die Krankenhäuser nach Lübbecke und Damme. Ein 43-jähriger Familienvater aus Brockum wird verdächtigt, das Trio attackiert zu haben. Der Mann wurde von der Polizei noch vor dem Haus vorläufig festgenommen. Mittlerweile befindet sich der Mann Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freiem Fuß. Er lässt sich anwaltlich vertreten.

Ersten Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei zufolge soll der mutmaßliche Angreifer um kurz vor 22 Uhr in Begleitung seiner Ehefrau und Kindern an der Haustür der Familie in Dielingen erschienen sein. Hier soll es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Grund dafür könnte laut Polizeiangaben sein, dass der 43-Jährige nicht mit dem Verhältnis seiner Stieftochter zu dem 19-jährigen Sohn der Familie einverstanden war.

Abweichende Aussagen

Was sich anschließend konkret ereignete, ist noch unklar. Den Ermittlern liegen zu den Abläufen abweichende Aussagen vor. So gibt der 43-Jährige an, er sei von den drei Männern mit Messern bedroht worden. Eines dieser Messer habe er einem Angreifer aus der Hand schlagen können. Das habe er aufgehoben und sich damit verteidigt. Der Dielinger hingegen erklärte, der 43-Jährige sei aggressiv aufgetreten und habe zudem behauptet, ein Messer mit sich zu führen.

Die vermeintliche Tatwaffe stellten die Beamten sicher. Da der 43-Jährige alkoholisiert war, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der 40-Jährige Dielinger konnte noch im Laufe der Nacht das Krankenhaus wieder verlassen. Die beiden anderen Verletzten wurden zwischenzeitlich operiert. Für sie besteht keine Lebensgefahr.

Rubriklistenbild: © dpa

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