Ausstellung am Muttertag beschäftigt sich mit dem Gedenktag und dem Frauenbild

„Familie ist überall auf der Welt das Wichtigste“

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Heinrich Rust brachte dem Wehdemer Heimathaus am Sonntag neue Exponate in Form von altem Kartenmaterial, das im Leverner Heimathaus nicht mehr gebraucht wird. Über die Zusammenarbeit der Heimatfreunde freute sich Gabriele Niermann-Limpricht.

Wehdem - Der Muttertag wird fast überall rund um den Globus gefeiert. Zwar ehren nicht alle Nationen ihre Müttergeneration am zweiten Sonntag im Mai, wie es in Deutschland an diesem Wochenende wieder einmal der Fall war, doch einen Gedenktag gibt es in ähnlicher Form. Denn „Familie ist überall auf der Welt das Wichtigste“, findet Gabriele Niermann-Limpricht.

Sie hatte zusammen mit weiteren Mitgliedern des Stemweder Heimatvereins im Wehdemer Heimathaus eine Ausstellung rund um den Muttertag und das Leben der Frauen installiert und erklärte den Besuchern am Sonntag neben der Geschichte des Muttertags auch die Entwicklung der Geburtshilfe sowie die Hausfrauen-Wirtschaft zu schweren Zeiten.

Regine Limpricht-Niermann, Wilhelm Uetrecht, Gabriele Niermann-Limpricht und Kerstin Straub (v.l.) begrüßten die Gäste an Muttertag mit kleinen Präsenten und leckeren Kostproben.

Auf fünf Stellwänden hatten die Ehrenamtlichen von beiden Seiten zahlreiche Informationen zusammengetragen. So erfuhren die Besucher, dass der Muttertag der Amerkikanerin Ann Maria Reeves Jarvis zu verdanken ist, die die Leistungen der Mütter ehren wollte. „Die Frauen waren nicht nur Zuhause wichtig, sondern haben die Familien in vielen Situation unterstützt und zusammengehalten“, so Niermann-Limpricht. Ferner sei bei den Recherchen klar geworden, dass der Abstand zwischen der Mutter und ihrem Kind mit dem Grad der Zivilisation steige: „In Afrika tragen Frauen ihre Kinder eng am Körper, in Europa werden sie in Kinderwagen und teilweise von Nannys geschoben“, erläuterte Niermann-Limpricht und wies darauf hin, dass in ländlichen Gegenden die Kinder meist zufriedener seien.

Die Ausstellung war in Anlehnung an die erfolgreiche Aktion aus dem Vorjahr ausgerichtet worden. „Wir haben uns aber auf andere Aspekte konzentriert“, sagte Niermann-Limpricht mit Blick auf die Versorgung der Familie in Zeiten der Wirtschaftskrise. Mit Pellkartoffeln, Öl und Schwarzbrot zauberten Frauen seinerzeit nahrhafte Gerichte.

Schwarzbrot hatte auch Wilhelm Uetrecht mitgebracht. Das selbstgebackene Brot aus biologisch angebautem Getreide ohne Konservierungsstoffe, dafür mit Buttermilch, hatte der Haldemer in seiner Backmanufaktur hergestellt, ebenso Hefe-Buttergebäck und frische Frühlingsmarmeladen in den Geschmacksrichtungen Rhabarber-Himbeere und Waldblaubeere. Die Leckerein bot Uetrecht zur Verkostung und bei Gefallen auch zum Kauf an. Für jede Frau, die am Sonntag ins Heimathaus kam, hatten die Organisatoren ein kleines Päckchen mit Kräutertee und Süßigkeiten geschnürt.

Ein weiteres Thema für die Geschichtsinteressierten war bei der Vorbereitung des Öffnungstages die Handarbeit und das Rollenbild der Frau im Wandel der Zeit. Dazu hatten die Akteure verschiedene Werbungen und Comics zusammengetragen und gegenübergestellt. Ferner hatte Mechthild Wächter aus Oppenwehe einen alten Hebammenkoffer als Exponat zur Verfügung gestellt. Denn schon immer war die die Entwicklung der Frau eng mit dem Hebammenberuf verbunden, machten die Akteure deutlich.

Eine Stellwand war absichtlich weiß geblieben – dort hielten die Gäste fest, was ihnen ihre Mutter bedeutet. „Mütter wissen alles“, lobte eine Besucherin, während ein weiterer Schriftzug ausdrückte: „Mütter haben immer ein offenes Ohr.“ Denn schon Heinrich Heine wusste die Liebe der Mutter zu schätzen, wie er in „An meine Mutter“ preisgab, das ebenfalls im Heimathaus hing: „Doch da bist du entgegen mir gekommen, und ach, was in deinem Aug’ geschwommen – Das war die süße, langgesuchte Liebe.“

abo

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