Eheleute Hodde feiern Diamanthochzeit

Familie und Sport stehen im Vordergrund

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Luise und Heinrich Hodde feiern heute ihre Diamanthochzeit. Auch nach 60 Jahren Ehe sind die beiden glücklich und wünschen sich für die Zukunft vor allem Gesundheit.

Twiehausen - Jedes Jahr fahren Heinrich und Luise Hodde zwei Wochen nach Norderney. Seit 1973 zieht es die Senioren aus Twiehausen auf die Nordseeinsel. Auch in diesem Jahr wollen sie sich wieder die frische Seeluft um die Nase wehen lassen. Doch vorher wird am heutigen Mittwoch Diamanthochzeit gefeiert: Denn vor genau 60 Jahren stand das Ehepaar in Levern vor dem Traualtar.

„Zuerst wurde der Bräutigam mit dem Bus abgeholt und dann ging es mit der gesamten Gesellschaft in die Stiftskirche“, erinnert sich Luise Hodde an den 13. April 1956. Nach der Zeremonie mit Pastor Häusler ging es nach Twiehausen, wo auf der Diele des großen Bauernhauses an der Dauriede ein rauschendes Fest mit 75 Gästen gefeiert wurde.

In dem Bauernhaus ist Luise Hodde im Januar 1934 als Luise Loheide geboren und aufgewachsen. Nach der Schulzeit in Twiehausen hat sie zunächst den Eltern geholfen. „Besonders nachdem unser Hof 1950 abgebrannt war, musste ich viel mit anpacken“, erinnert sich Luise Hodde. Zudem hatte sie mehrere Anstellungen in fremden Haushalten sowie in einer Spinnerei. Auch bei der Familie Naue in Espelkamp war sie für zwei Jahre. Dieser Tatsache verdankt ihr heutiger Ehemann seine spätere Arbeitsstelle.

Heinrich Hodde erblickte ebenfalls 1934 das Licht der Welt. Er wurde als ältestes von neun Kindern in Varl geboren. „Vier Geschwister leben noch“, freut sich der Rentner. Nach der Volksschule absolvierte Hodde eine Lehre zum Herrenschneider in Kleinendorf. Zweieinhalb Jahre arbeitete er als Geselle in Rahden, bevor er im März 1954 bei Naue in Espelkamp anfing. „Da habe ich bis zu meiner Rente 41 Jahre lang gearbeitet“, berichtet Heinrich Hodde. Wo er als einfacher Arbeiter begonnen hatte, stieg er letztlich bis zum Hallenleiter auf.

Da die Twiehausenerin Luise Hodde schon immer viele Kontakte zu den Varlern hatte, trat sie dort in den Turnverein ein. Über ihre Anstellung lernte sie 1954 einen jungen Mann aus der Nachbarschaft kennen. Dieser stand zwei Jahre später mit ihr in der Kirche – und begleitet sie bis heute auf einem gemeinsamen Lebensweg.

Noch im Jahr der Hochzeit wurde Sohn Bernd Hodde geboren, der heute mit seiner Familie im Haus in Twiehausen wohnt. Es folgten die Töchter Ulrike (heute Spitz) und Cornelia (Schmidt-Hodde). Inzwischen sind alle verheiratet und haben selber Kinder – auf die sieben Enkel und die zehn Tage alte Urenkelin sind Hoddes Stolz.

Wenn am Mittwoch alle zur Diamanthochzeit zusammenkommen, werden Erinnerungen ausgetauscht. Denn nach einer Andacht mit Pastor Thomas Horst in der Twiehauser Kapelle steht noch eine Feier an. Immerhin sind Hoddes ehrenamtlich engagiert und haben einen großen Bekanntenkreis, der zum Freudentag gratulieren will.

Luise Hodde trifft sich regelmäßig mit der Frauenhilfe Levern-Twiehausen, wo sie früher im Chor gesungen hat. Außerdem war sie lange im Varler Turnverein und hat sich 20 Jahre bei der Wassergymnastik im Hotel Meyer-Pilz fit gehalten. Die tägliche Portion frische Luft bekam sie beim Austragen der Tageszeitung. „Es fällt mir heute schwer, nicht mehr so viel draußen zu sein“, sagt sie.

Das Herz von Heinrich Hodde schlägt für den Fußball. „Am 8. Mai 1956 habe ich mein erstes Spiel gepfiffen“, weiß er noch ganz genau, wie seine Laufbahn als Schiedsrichter bei Union Varl anfing. 1994 wurde er Schiedsrichter in der Verbandsliga und von 1973 bis 1988 war er Kreisschiedsrichter-Obmann.

Zudem war Heinrich Hodde von 1994 bis zum vergangenen Jahr Vorsitzender des Twiehauser Sozialverbands, in dem beide Eheleute Mitglied sind. Jetzt ist er dort noch als zweiter Vorsitzender tätig.

abo

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