Stemweder DRK ehrt zwei Männer für ihre 100. Spende

Familiäre Atmosphäre lockt Blutspender immer wieder an

Heinrich Franzmeier und Andre Fischer (liegend v.l.) legten sich am Donnerstag jeweils zum 100. Mal auf die Pritschen. Die Stemweder DRK-Beauftragten Reinhold und Ulrike Gralla dankten den beiden für ihr Engagement mit einem Blumenstrauß. - Foto: Schmidt

Dielingen - Das Stemweder Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) begrüßte beim Blutspendetermin am Donnerstag im Dielinger Gemeindehaus gleich zwei Männer, die sich bereits zum 100. Mal für den guten Zweck auf die Pritsche gelegt haben: Heinrich Franzmeier und Andre Fischer. Reinhold und Ulrike Gralla überreichte ihnen als Dank für all die Spenden in den vergangenen Jahren im Namen des Deutschen Roten Kreuzes jeweils einen Blumenstrauß.

Heinrich Franzmeier kann sich noch gut an seine erste Blutspende im Lemförder Hotel Hollmeyer erinnern. Er war zu der Zeit 18 Jahre alt. Damals brauchten junge Menschen bis sie 21 Jahre alt und somit volljährig waren zur Blutspende eine Unterschrift ihrer Eltern – doch die habe er nicht gehabt, erzählt Franzmeier und schmunzelt. Deshalb habe ein Bekannter für ihn das Dokument unterschrieben. Heute, Franzmeier ist 66 Jahre alt, das Hotel Hollmeyer existiert nicht mehr, geht der Jubilar immer noch regelmäßig zum Aderlass. Mittlerweile hat der passionierte Werder-Fan sogar ein paar neue Spender angeworben, zum Beispiel seine Tochter und Enkelkinder.

Obwohl er im niedersächsischen Quernheim wohnt, kommt Franzmeier zur Blutspende gerne nach Dielingen. Er hat jahrelang in der Ortschaft gearbeitet und gelebt. Mittlerweile genießt der ehemalige ZF-Mitarbeiter seinen Ruhestand und trägt nebenbei Zeitungen aus. „Es hat mir hier immer gut gefallen“, sagt er über die Blutspendetermine. Er kenne die Leute und das Essen sei super, lobt er. Warum er überhaupt Blut spendet? „Man weiß nie, ob man nicht selbst einmal was braucht“, erklärt er. Bisher sei das zum Glück nie der Fall gewesen.

Auch Andre Fischer ist noch nie auf eine Bluttransfusion angewiesen gewesen. Trotzdem hat er mit grade mal 44 Jahren schon 100 Blutspenden geleistet. Das erste Mal gab er am 8. Mai 1992 einen Teil der lebensnotwendigen Flüssigkeit freiwillig ab – „weil ich wissen wollte, welche Blutgruppe ich habe“, erinnert er sich. „Und dann bin ich hängen geblieben.“

Ihm tue der Pieks nicht weh und anderen Menschen helfe er dadurch, betont Fischer. Der Verwaltungsmitarbeiter aus Haldem war auch schon in anderen Orten spenden. „Aber in Dielingen gefällt es mir am besten“, sagt er. „Das ist hier wie eine Familie“, schwärmt Fischer und redet über das DRK-Team, das sich schon jahrelang engagiere, und viele weitere bekannte Gesichter.

Der nächste Blutspendetermin in Stemwede ist am 12. Dezember in Oppenwehe. In diesem Jahr bietet das DRK-Team in der Flächengemeinde außerdem am 28. Dezember noch einmal die Gelegenheit zum Blutspenden.

ks

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