Tag der offenen Tür im Kinderhaus

Engagiert für das Wohl junger Menschen

Ulrike Feddrich war mit Enkelin Marlena zu Gast im Kinderhaus.

Haldem - Mit einem Tag der offenen Tür bot das Kinderhaus in Haldem Einblick in Bereiche, die sonst als Privatsphäre gelten. Die Kinderhäuser in Stemwede sind weder Werksgelände noch Veranstaltungsort, sondern vielmehr das Zuhause junger Menschen. Am Sonnabend durften Interessierte hinter die Kulissen schauen.

„Die jungen Leute, die hier leben, brauchen aus ganz unterschiedlichen Gründen Unterstützung, um ihren persönlichen Weg in ein eigenständiges Leben zu finden“, erklärte Thomas Volkening vom Paritätischen Wohlfahrtsverband den vielen Gästen. Genau diese jungen Menschen haben bereitwillig die Pforten geöffnet, um ihr Zuhause zu zeigen. Die Besucher durften sehen, wie sie miteinander leben, aber auch, mit wie viel Engagement daran gearbeitet wird, sie auf einen guten Weg zu bringen.

Hatten Spaß: Damian und Lena.

„Kindern ein Zuhause geben“, so lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertages. An diesem Tag rufen das deutsche Kinderhilfswerk und Unicef Deutschland dazu auf, die Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kindern in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. „Beim Verein Lebensperspektiven geht es jeden Tag um Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die hier leben, arbeiten und Unterstützung erhalten“, machte Volkening deutlich. In den zurückliegenden 20 Jahren sei es gelungen, Kindern und Jugendlichen in den Kinderhäusern nicht nur Schutz und ein Zuhause zu bieten, sondern ihnen darüber hinaus Chancen für ihre Kindheit, aber auch für das Erwachsenwerden zu eröffnen.

„Ich bin sehr stolz auf alle, die hier mitwirken“

„So, wie die Kinder hier leben und die Mitarbeiter Sorge dafür zu tragen, dass sie eine Zukunft haben, dazu gehört viel Idealismus und vor allem viel Herzblut“, zollte Karl-Heinz Seibert, zweiter Vorsitzender des Trägervereins Lebensperspektiven den Mitarbeitern um Geschäftsführer Lothar Pannen Respekt. „Ich bin sehr stolz auf alle, die hier mitwirken.“

Im Kinderhaus lebten Kinder aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, machte Pannen deutlich. „Sie leben hier im Dorf mit Nachbarn und sind Mitglieder in verschiedenen Vereinen“, verdeutlichte der Geschäftsführer den ganz alltäglichen Umgang miteinander.

Kinderhaus-Geschäftsführer Lothar Pannen (Mitte) begrüßte die Besucher sowie Thomas Volkening (rechts) vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und Karl-Heinz Seibert vom Vorstand des Trägervereins.  - Fotos: Mühlke

Am Tag der offenen Tür führten Pannen und seine Mitarbeiter durch die Häuser und erklärten interessierten Besuchern die verschiedenen Bereiche. Besonders der just fertig gestellte Snoezel-Raum fand große Beachtung. „Das Konzept des Snoezelns kommt aus dem Holländischen“, erklärte Annika Juber, Fachbereichsleiterin für Familienwohnen. Primär seien solche Räume für Menschen mit Behinderung erarbeitet worden, gerne arbeite man auch mit Kindern und Jugendlichen in diesen Räumen, die gezielte Sinnesreize bieten, die ein Gefühl von Ruhe und Wohlbefinden auslösten.

Die vielen Besucher des Tags der offenen Tür verließen das Gelände mit positiver Meinung. „Hier können sich Kinder auf jeden Fall wohlfühlen – herrlich gemütlich eingerichtet“, findet etwa Ulrike Feddrich aus Drohne, die sich mit Enkelin Marlena auf den Weg zum Kinderhaus nach Haldem gemacht hatte. Für alle Kinder gab es am Aktionstag zahlreiche Angebote und Attraktionen zum Mitmachen wie Hüpfburg, Kreativ-Spielecke, Modellbauworkshop, Skate-Parcours und Wunschbox. Damit niemand hungrig blieb, hatten Mitarbeiter ein reichhaltiges Kuchenbuffet vorbereitet. J hm

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