Elfriede Mimberg aus Haldem feiert ihren 90. Geburtstag mit vielen Gästen / Stets sportliche aktiv gewesen

„Das Wichtigste im Leben sind gute Freunde“

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Elfriede Mimberg freut sich auf das große Fest, das heute zu ihrem 90. Geburtstag gefeiert wird.

Haldem - Elfriede Mimberg feiert heute ihren 90. Geburtstag. Die gebürtige Arrenkamperin blickt auf ein bewegtes und arbeitsreiches, aber auch glückliches Leben zurück. Nach wie vor nimmt sie aktiv am Haldemer Dorfleben teil, wo sie häufig zu den ältesten Teilnehmern zählt.

In einem Heuerlingshaus in Arrenkamp erblickte Elfriede Mimberg, geborene Reddehase, am 9. Januar 1926, als zweites Kind das Licht der Welt. „Mein Elternhaus stand ganz in der Nähe der Schule“, erinnert sich die Seniorin. Da sei ihr Schulweg recht kurz gewesen. Ihr damaliger Lehrer sah in seiner Schülerin eine sehr gute Sportlerin und wollte die junge Elfriede für ein Sportstudium in Gütersloh gewinnen.

„Meine Eltern wollten aber, dass ich als jüngste Tochter zu Hause bleibe, darum machte ich eine Hauswirtschaftslehre auf einem großen Bauernhof in Bettinghausen“, erzählt die Jubilarin. Anschließend habe sie die Landwirtschaftsschule in Wehdem absolviert und dort auch ihren späteren Ehemann Antonius kennengelernt, der im Januar 2008 verstarb.

Im Februar 1950 läuteten für das Paar die Hochzeitsglocken, im Dezember des gleichen Jahres kam Sohn Friedrich zur Welt. Elfriede und ihr Mann arbeiteten hart, und als Antonius eine Stelle im Schloss Haldem antreten konnte, erfüllte sich das Paar seinen sehnlichsten Wunsch. Sie kauften eine Hofstelle in Haldem, An der Holzhege 8, wo die Jubilarin noch heute lebt, bauten Stallgebäude an und zogen im Herbst 1960 ein. Im April des darauf folgenden Jahres wurde Tochter Martina geboren. Damit war die kleine Familie komplett.

Nebenerwerbsmäßig betrieben die Eheleute Landwirtschaft, zum Hof gehörten Schweine, Kühe und ein Pferd. 1971 entschied sich Elfriede, einen Führerschein zu machen. „Ich stand immer auf dem Misthaufen und mein Mann fuhr einkaufen und traf dabei stets Freunde und Bekannte. Das sollte ein Ende haben“, sagt sie schmunzelnd.

Die Landwirtschaft gaben die Eheleute 1974 auf, nach ihrer Silberhochzeit 1975 stand auch der erste Urlaub überhaupt auf dem Plan. „Es ging nach Oberstaufen. Dort gefiel es uns so gut, dass wir insgesamt 49 Mal dort Urlaub machten.“ Vor zwei Jahren stattete die rüstige Rentnerin dem Urlaubsort noch einmal einen Besuch ab.

Heute nimmt sie noch regelmäßig an der Altenstube teil, die sie 1975 mitbegründete, sowie am plattdeutschen Kreis. Geistig hält sie sich mit dem Lesen der Tageszeitung fit, außerdem lässt sie gerne die Stricknadeln klappern und fertigt Socken für die ganze Familie. Dazu gehören Tochter Martina und ihr Mann Thomas Schöppy, die mit im Haus in Haldem wohnen, Sohn Friedrich in Bad Iburg sowie die Enkel Marie, Friederike, Anna Lena, Lars Eike, Mareike und die Urenkel Lasse und Tanis.

„Das geht gut“, antwortet Elfriede Mimberg auf die Frage, die alle interessiert und die wohl jedem 90-Jährigen gestellt wird: „Wie wird man so alt?“ Sie habe stets geschaut, dass sie sich vernünftig und gesund ernähre und in Bewegung sei. „Ich war nie dick und habe viel Sport gemacht“, sagt die fröhliche Jubilarin.

Heute wird im Gasthaus Rosengarten gefeiert. Rund 80 Gratulanten werden erwartet. „Mit das wichtigste im Leben ist doch, viele gute Freunde zu haben“, freut sich Elfriede Mimberg über die stattliche Zahl der Gäste.

hm

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