Acht Kinder drehen Videoclip mit professioneller Unterstützung in Levern

Einbruch ins Heimathaus

Marko hat eine Szene „im Kasten“. Unterstützung bekam er von Fachfrau Maike Zelle.

Levern - „Heimat“ lautet das Motto der 20. Bielefelder Videoaktionswochen, ein Medienprojekt für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr sind acht Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse aus der OGS der Grundschule Levern dabei. Am Dienstag verwandelten sie das Leverner Heimathaus in den Drehort für einen Krimi.

Das beschauliche kleine Museum im Stiftsort ist Ziel einiger Krimineller. Sie sind auf der Jagd nach wertvollem Diebesgut, durchsuchen Räume, Schränke und Kommoden. „Action!“ Irgendwo muss es etwas zu holen geben, sind sich die jungen Ganoven sicher und schleichen vor der Kamera her. Lotta deutet auf eine Schachtel. „Hier könnte etwas drin sein!“ Und – Klappe!

Die Leverner Schüler haben diese Szene am Dienstagvormittag im Heimathaus gedreht. Nach einigen Wiederholungen war sie „im Kasten“. Sie sind Teilnehmer der 20. Bielefelder Videoaktionswochen und durften einen Tag lang hinter die Kulissen der Filmemacher schauen. Im Vorfeld hatten sie ein turbulentes Drehbuch zum Thema „Heimat“ erarbeitet.

„Ich habe mir Filmen einfacher vorgestellt“, bekennt Max. Marko testet mit der Kamera eine neue Perspektive, um die Szene einzufangen. Mit einer guten Portion Ehrgeiz sind alle bei der Sache und sich einig, dass diese Videoproduktion richtig Spaß gemacht hat.

Die Mädchen und Jungen der OGS Levern merkten schnell, dass Filmemachen gar nicht so einfach ist.  - Fotos: Mühlke

„Der Dreh ist nur ein Bruchteil der Arbeit“, erklärt Maike Zelle von der Medienwerkstatt, die das komplette Filmequipment für den Videoclip mitgebracht hatte. Einiges an Theorie stand ebenfalls auf dem Stundenplan. Die Schüler lernten, wie man Kamera- und Ton einstellt. Nach dem Drehen musste das Material geschnitten werden. „Der Clip darf nicht länger als 90 Sekunden sein“, erläutert Gabi Hohmeier, Stemweder Jugendförderin, die sich in Kooperation mit der OGS Levern für das Projekt beworben hatte. „Wir hoffen, dass wir bis nachmittags die Szenen im Kasten haben, danach wird geschnitten.“ Gut sechs Stunden werde nach der Technikeinweisung gedreht und geschnitten, um am Ende einen eineinhalb-minütigen Clip zu erhalten.

Gezeigt werden die Videoclips der 52 teilnehmenden Gruppen am 26. Oktober im Cinemaxx in Bielefeld vor großem Publikum. Alle Teilnehmenden sowie Freunde und Verwandte sind zu der Vorführung eingeladen. Eine Jury wird dann einen Preis für den besten Clip vergeben. Ob der „Einbruch ins Heimathaus“ der Leverner Filmemacher gute Chancen hat, bleibt abzuwarten. 

hm

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