Gottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche beeindruckt mit dem Thema Sucht

„Ein echt cooler Typ“

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Songs zum Mitsingen spielte die Band „GiudeWay“ beim Jugendgottesdienst.

Haldem - „Sehnsucht Leben“ war das Thema des jüngsten Jugendgottesdienstes „Ready 2 go!“. Im Haldemer Gemeindezentrum ging es um Süchte der Menschen in all ihren Facetten. Mehr als 100 Stemweder Jugendliche und einige Erwachsene lauschten fetziger Live-Musik, eindrucksvollen Aktionen und Worten. Ein kurzes Anspiel rückte die Vielfältigkeit des Themas ins Licht. Süchtig nach Spielen auf dem Handy oder PC? Oder eher nach Facebook oder anderen sozialen Netzwerken? „Was meinst du, wie lange kommst du ohne aus?“, fragten die Moderatorinnen Carolin Schürmann und Lorena Steinkamp in den Raum.

Beantworten konnte diese Frage hinsichtlich seiner ehemaligen Alkoholabhängigkeit Hartmut Willmann, der im Gespräch mit Benjamin Lohre einige Fragen klärte. Er beschrieb seinen Weg in die Abhängigkeit, wie die Sucht sein Leben verändert hat, aber auch den langen Weg heraus aus der Sucht. Im Interview gab er ehrliche Antworten und sprach auch über die Angst vor einem Rückfall.

Mit der Promille-Brille ist es schwierig, den Durchblick zu behalten, weiß jetzt Nele Burgstaler. Pfarrer Michael Beening hatte die Brille zum „Ready 2 Go!“-Gottesdienst mitgebracht.

Mit einer sogenannten Promille-Brille, die einen Alkoholgehalt von 1,3 Promille vortäuscht, griff Pfarrer Michael Beening die Thematik auf und stellte der jugendlichen Gemeinde einen „echt coolen Typen“ vor. „Bei dem kannst du alles bekommen, wonach du dich sehnst. Den brauchst du nicht lange zu bitten!“ Auch Beening habe diesen krassen Typen kennengelernt, mitten im Studium vor einer Prüfung. „Da kam er und hat mir eine Zigarette angeboten, damit ich ruhiger werde“, so der Geistliche. Durchgefallen sei er trotzdem. Aber seitdem sei er süchtig, bekannte er. „Nikotin- und Zigarettensüchtig. Und der Typ lacht sich kaputt – über mich! Weil er mich kaputt macht. Er weiß das. Ich weiß das. Er gewinnt, ich verliere. Vielleicht sogar mein Leben.“

Der Typ, von dem Beening erzählte, heißt der Böse, Satan oder Teufel. „Der gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden. Der will das Ganze! Der will Dich ganz!“ Dann erzählte er von seinem Freund Jesus. „“Der macht Dich frei. Ihm kannst Du vertrauen. Er ist immer für Dich da und schenkt Dir Mut!“

Das Böse jedoch sei mächtig, machte er seinen gebannt lauschenden Zuhörern deutlich. Auch er versuche immer wieder, mit dem Rauchen aufzuhören, was bislang noch nicht gelungen sei. „Seid gewarnt, wenn ihr mich wieder mit einer brennenden Zigarette seht, wie gefährlich und hinterhältig der Teufel ist. Solltet ihr mich nie mehr rauchend sehen, erkennt ihr, wie stark mein Freund Jesus ist – stärker als alles, was mich kaputt machen kann“, schloss der Geistliche seine ganz persönliche Geschichte zum Thema Sucht.Eindrucksvolle Worte, die großen Applaus verdienten, bevor die „Ready 2 Go!“-Besucher ihre Sehnsüchte und Wünsche auf Zettel schreiben und in eine Schatzkiste legen konnten.

Die Band „GuideWay“ spannte einen breitgefächerten musikalischen Bogen von christlichen Mit-Sing-Songs bis hin zu Hits aus den aktuellen Charts. Nach Fürbitten und Vaterunser ließen Jugendliche und Akteure den Abend mit Hot Dogs und Getränken des CVJM Dielingen-Haldem ausklingen. 

hm

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