DRK-Ortsverein Stemwede hat Geburtstag / Jubiläumsspende am 10. Dezember

60 Jahre Nächstenliebe

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Was in Stemwede 1955 im Saal von Meyer-Pilz in Levern als Experiment begann, gehört heute zur Routine: Den Pressetermin anlässlich des 60-jährigen Bestehens des DRK Ortsvereins Stemwede nutzten die Stemweder Rotkreuz-Leiterin Tanja Tinnemeier, DRK-Ortsverein-Vorsitzender Kurt Bergatt, Blutspender Horst Stegemöller, Blutspendebeauftragter Reinhold Gralla und Karsten Harmening, Referent für Öffentlichkeitsarbeit DRK-Blutspendedienst Ostwestfalen-Lippe (v.l.), dafür, um auf den Jubiläums-Spendentermin am Donnerstag, 10. Dezember, in Levern hinzuweisen.

Stemwede - Wenn der Stemweder Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) heute einen Blutspendetermin veranstaltet, kommen mehrere hundert Menschen. Zu der ersten Aktion, die am 10. Dezember 1955 im Saal von Meyer-Pilz in Levern durchgeführt wurde, erschienen gerade mal 17 Spender. Das Blut wurde damals noch in Glasflaschen gesammelt, während eine Schreibkraft der Gemeindeverwaltung die Daten der Teilnehmer auf einer alten Olympia erfasste. Highlight eines jeden Termins: Das Gläschen Doppelkorn, das nach der Spende den Kreislauf wieder in Schwung bringen sollte.

„Als Blutspender übernimmt man in unserer Gesellschaft Verantwortung für andere. Blut zu spenden bedeutet Nächstenliebe“, sagt Horst Stegemöller aus Levern, der bereits über hundert Mal Blut gespendet hat. Auch er kann sich noch an den Doppelkorn erinnern und daran, wie in den 1970er-Jahren die Glasflaschen gegen Kunststoffbeutel ausgetauscht wurden und statt Korn Cola auf den Büfett-Tisch kam.

Stellvertretend für die vielen freiwilligen Spender in Stemwede war er zu der Pressekonferenz gekommen, zu der der DRK-Ortsverein Stemwede anlässlich seines 60-jährigen Bestehens ins DRK-Haus in Wehdem eingeladen hatte.

Was in Stemwede vor 60 Jahren im Saal von Meyer-Pilz in Levern – damals noch genutzt als Mehrzweckhalle – als Experiment begann, gehört heute zur Routine, wie Blutspendebeauftragter Reinhold Gralla berichtete. In den vergangenen 60 Jahren hat das DRK in Stemwede 67777 Personen zur Blutspende begrüßt.

Die chronologische Entwicklung: Der zweite Blutspendetermin fand am 4. Januar 1956 in der Volksschule in Wehdem mit 43 erschienenen Personen statt. Der dritte Termin wurde am 14. Januar 1956 in der Volksschule in Dielingen mit 22 Teilnehmern veranstaltet. Vierter Termin: 23. März 1960 in Wehdem mit 134 Spendern, fünfter Termin am 24. März 1960 in Levern mit 112 Spendern, sechster Termin am 4. April 1960 in Dielingen mit 167 Spendern.

Auf Wunsch der Oppenweher Bevölkerung wurde auch dort ein Standort für Termine eingerichtet. Die erste Blutspende fand hier am 20. Juli 1971 statt.

Hatte es in den Jahren 1961 bis 1971 nur einen Termin pro Jahr gegeben, wurden zwischen 1971 und 1981 jährlich zwei Termine organisiert. Ab September 1970 bot das DRK zudem einen so genannten jährlichen Werkstermin bei ZF Lemförder an, was wegen geringer Beteiligung nach einigen Jahren jedoch wieder aufgegeben wurde. Als Ersatz wurde in Dielingen ein dritter Spendetermin eingeführt. In den anderen Stemweder Spendeorten kam der dritte Termin in den Jahren 1984/85 hinzu. Seit 1987/88 schließlich gibt es bis heute vier Blutspendetermine pro Jahr. Das beste war bisher das Jahr 2012 mit insgesamt 1677 Spenden.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass immer Blut da ist“, erklärte Viel-Spender Horst Stegemöller, der selbst einmal lebensbedrohlich erkrankt war, in Bezug auf seine Motivation. „Der Unterschied zu einem Medikament ist für mich: Bei der Blutkonserve steht immer ein Mensch dahinter, der bereit war, zu helfen.“

Die nächste Blutspende findet am Donnerstag, 10. Dezember, von 16 bis 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Levern statt – also auf den Tag genau 60 Jahre nach der Premiere, bei der sich die ersten 17 Spender ihren Doppelkorn abgeholt hatten.

mama

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