DRK-Ortsverein legt Rechenschaftsbericht ab / Wahlen und Ehrungen im Fokus

Weniger Spender, viel Arbeit

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Kurt Bergatt (3.v.l.) freut sich über die Treue der DRK-Mitglieder (v.l.) Kerstin Eberhardt, Reinhold Gralla, Jörn Vegeler, Peter Link, Martin Manes, Luisa Jobusch und Torben Link.

Wehdem - Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte am Donnerstagabend der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes aus Wehdem bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. Im Fokus standen diverse Berichte des Vorstands, Wahlen sowie Ehrungen für langjährige Mitglieder.

„Wir haben uns bemüht, allen Aufgaben gerecht zu werden und es geschafft“, stellte Kurt Bergatt heraus. Größere Investitionen hätten die DRK-Station Wehdem zu einer der „modernsten Einrichtungen des DRK im Altkreis Lübbecke“ gemacht, so der DRK-Vorsitzende. Der Bereitschaftsdienst kooperiere mit den Rahdenern und Espelkampern, die die große Halle für ihre Einsatzfahrzeuge nutzten. Tanja Tinnemeier, Rotkreuzleiterin des Bereitschaftsdienstes, nannte Zahlen: „Unsere 22 Helfer in der Bereitschaft leisteten mehr als 3500 Stunden, verteilt auf Sanitätsdienste, Arbeitsdienste und Ausbildung. Hinzu kamen 20 Dienstabende.“ Im Einsatz sei das Team auch bei der Betreuung der Flüchtlinge.

Die Jugendrotkreuz-Gruppe ist mit derzeit 15 Kindern und Jugendlichen aktiv. „Mit den Gruppenleitern treffen sie sich im DRK-Gebäude und haben 1670 Stunden geleistet“, machte Leiterin Nicole Eberhardt deutlich. Im Mittelpunkt stehe die Ausbildung in Erster Hilfe. Aber auch mit Katastrophenschutz, Klimakampagne und gesunder Ernährung hätten sie sich auseinander-gesetzt.

„Blutspenden ist Bürgerpflicht“, meinte Reinhold Gralla, der als Blutspendebeauftragter seinen Bericht vorlegte. 2014 habe es einen leichten Rückgang im Blutspendeaufkommen gegeben. „1040 Personen kamen zur Blutspende. 58 weniger als im Vorjahr“, stellte Gralla fest. Gemessen an der Einwohnerzahl lägen die Stemweder aber noch knapp über zehn Prozent. Insgesamt hätten die Helfer rund 1048 Stunden für die Termine investiert.

Bei der Kleiderkammer leistete das Team, bestehend aus elf Personen, 2099 Stunden, berichtete Ulrike Gralla als Leiterin der Kleiderkammer. Im Jahr 2014 wurden 1896 Stück Herrenbekleidung, 2001 Stück Damenbekleidung, 1992 Stück Kinderbekleidung, 293 Paar Schuhe und 1515 sonstige Dinge wie Spielwaren oder Bettzeug an Bedürftige ausgegeben. Neben der Kleiderkammer gebe es acht Sammelbehälter, die wöchentlich geleert werden, berichtete Gralla. Das DRK-Haus wird zudem als Tafel-Ausgabestelle und Raum für Asylbewerber genutzt.

Neuwahlen in der Chefetage des Stemweder DRK-Ortsvereins waren nötig, da Jürgen Hackemeier aus persönlichen Gründen seinen Posten als Schatzmeister niedergelegt hatte. In Nico Schmidt fand das Vorstandsteam Ersatz. Auch Stemwedes ehemaliger Bürgermeister Gerd Rybak reichte die Verantwortung als zweiter Vorsitzender an seinen Nachfolger Kai Abruszat weiter. Mehr als zehn Jahre habe er die Aufgabe gern übernommen, jedoch sei der Wechsel nötig, um die enge Verbindung zur Gemeinde aufrecht zu erhalten, so Rybak.

Mit den Ehrungen langjähriger Mitglieder hatte Bergatt eine ganz besondere Aufgabe: Martin Manes ist seit 60 Jahren im DRK-Ortsverein. „Für eine solch lange Mitgliedszeit durfte ich noch nie eine Ehrung vornehmen“, freute sich Bergatt. Seit 50 Jahren sind Renate Otte-Krone und Alwin Petersen, seit 40 Jahren Horst Redeker und Reinhold Gralla sowie seit 25 Jahren Gertrud Rebber, Hilde Henke und Holger Hartmann beim DRK.

Im Bereitschaftsdienst sind Peter und Torben Link fünf Jahre, Kerstin Eberhardt und Jörn Vegeler 15 Jahre sowie Reinhold Gralla seit 40 Jahren im Dienst. In der Jugendgruppe blicken Luisa Jobusch, Franziska Kolodziej, Christin Kemper sowie Celia, Dennis und Marcus Nöcke auf fünfjährige Mitgliedschaft zurück.

Bevor Bergatt mit viel Lob und herzlichem Dank für das Engagement aller aktiven Rotkreuzler die Versammlung schloss, lud Reinhold Gralla alle DRK-Mitglieder ein, heute die Aufführung von „Grammophon und Schellack“ kostenlos zu besuchen.

hm

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